Letzte Sommertour für dieses Jahr: Gemütliche Neckarradwegtour von Tübingen nach Ludwigsburg!

Die letzte Sommertour meiner diesjährigen Radtour-Saison war wieder eine Neckarradweg-Tour. Dieses Mal hatte ich eine sehr gute Begleiterin dabei.

Zweimal 50 Kilometer würde die Tour von Tübingen nach Ludwigsburg sein. Es war das letzte wirklich warme Wochenende, das wir dafür nutzten. Zwischenstopp und Übernachtung war in Plochingen.

Für mich war die Tour eine eher gemütliche Runde mit bekannter Strecke. Der Neckarradweg nach Ludwigsburg ist so etwas wie meine Wohnzimmer-Strecke – eine nur leicht erweiterte Radstrecke meines Wohnzimmers. 🙂

Ich kenne sie jedenfalls schon fast auswendig. So wie übrigens auch die Strecke in die andere Neckar-Richtung die über Rottenburg nach Horb führt.

 

Von Tübingen über Nürtingen in die Hundertwasser-Stadt Plochingen

In der Tübinger Innenstadt war der Start. Beim Haagtor-Fahrradladen hatten wir für meine sehr gute Begleiterin noch ein Fahrrad ausgeliehen.

Wir liefen dann durch die Tübinger Innenstadt. Denn in Tübingen darf man in der Altstadt nicht fahrradfahren.

Zudem ist das an so schönen Sommertagen tagsüber sowieso nicht möglich, weil so viele Leute unterwegs sind.

Wir kamen noch an dem Stand der Grünen vorbei, dessen Kandidat Chris Kühn uns Flyer in die Hand drückte. Und aus der Altstadt herausgekommen kann man schon mit der Neckartour starten.

Nun ging es in die Gartenstraße am Neckarmüller vorbei – dort beginnt der offizielle Radweg.

Man biegt dort bald rechts ab und kann dann direkt entlang des Neckars fahren – bis zu der Stelle, an der die Ammer in den Neckar fließt. Hier könnte man übrigens auch an der Ammer entlang bis nach Herrenberg fahren.

Doch bei uns ging es durch Tübingen-Lustnau durch bis auf die weiten Felder nach Kirchentellinsfurt. Der Volksmund nennt diesen Ort auch einfach nur abgekürzt K’furt.

Durch K’furt fährt man durch, nach links über die Autobahnbrücke und dann geht es bald am K’furter Baggersee entlang.

Entlang des Baggersees wurde meiner Erinnerung nach dieses Jahr ein asphaltierter Radweg ausgebaut. Im Januar zumindest gab es diesen, wenn ich mich recht entsinne, noch nicht.

Man fährt nach dem Baggersee etwas direkt an der Straße entlang. Es gibt zwar einen Fahrradweg, aber dennoch gibt es schönere Stücke am Neckar entlang. Später kommt man aber – in Richtung Mittelstadt – an schönen Wiesen und Bäumen vorbei. Hinter diesen befindet sich der Neckar. Das ist schließlich ein durchaus idyllisches Stück Neckarradweg!

Mittelstadt ist ein Teilort von Reutlingen und grenzt an den Landkreis Esslingen. Vor Mittelstadt gibt es eine coole, blaue Brücke.

Reutlingen-Mittelstadt Brücke
Die coole Brücke in Reutlingen-Mittelstadt. Mag ich irgendwie gerne.

In Richtung Nürtingen fährt man schließlich noch an Neckartenzlingen, Neckartailfingen und Neckarhausen (Teil vom Nürtingen) vorbei. Schon ist man direkt in Nürtingen.

Am Aileswasensee in Neckartailfingen war ziemlich viel Betrieb. Ich wusste gar nicht, dass dieser auch als Freizeit-Ort genutzt wird. Bei den letzten Fahrten dorthin war mir das nicht aufgefallen. Wahrscheinlich, weil ich im Winter und im Frühjahr gefahren bin.

In Neckarhausen am Kiosk am Beutwangsee machten wir eine kleine Pause. Es gab Wilde Kartoffeln und Apfelkuchen.

Der Kiosk hat einen Biergarten angeschlossen und ist gemütlich. Eine ganz nette Einkehrmöglichkeit. Direkt am Weg.

Wegweiser Neckarhausen - Neckarradweg nach Ludwigsburg
Wegweiser in Neckarhausen. Neckarhausen ist Teilort von Nürtingen.

In Nürtingen wechselt man die Neckarseite. Hier hätte man die Möglichkeit bis nach Weil der Stadt weiterzufahren. Der Radweg ist mit viel Kunst gesäumt und nennt sich Museumsradweg. In diesem September würde ich ihn dieses Jah noch fahren sollen.

Man fährt nun entlang an der Straße. Dieses Teilstück empfinde ich als etwas ungemütlich. Erst zwischen Wendlingen und Wernau geht es wieder direkt am Neckar entlang

Dort ist man meist durch Sträuche und Büsche vom Neckar getrennt, aber es ist eine schöne gerade, flache und gemütliche Schotterstrecke,

Von Wernau ist es dann nur noch ein Katzensprung in die Stadt Plochingen.

Eine nette Stadt, wobei ich Esslingen – ehrlich gesagt – spannender finde.

Das spektakulärste ist in Plochingen jedoch das Huntertwasser-Haus. So etwas hat Esslingen nicht. Es wird als normales Wohnhaus genutzt, soweit ich weiß.

Hier in Plochingen würden wir im Hotel übernachten und am nächsten Tag uns dann auf die zweiten 50 Kilometer gen Neckarradweg nach Ludwigsburg machen.

Plochingen - Rotes Haus
Das ist nicht das Huntertwasserhaus, sondern irgendein anderes rotes Haus in Plochingen. Markant.

Start in Plochingen und auf den Neckarradweg nach Ludwigsburg

Am heutigen Sonntag war im Gegensatz zum Vortag regnerisches Wetter auf unserem Neckarradweg nach Ludwigsburg angesagt.

Doof! Sonne wäre besser gewesen. Und just als wir es nach ausgiebigem Frühstück nach draußen geschafft hatten, fing es auch schon an heftig zu schütten.

Wir stellten uns schnell – noch in Plochingen – auf einem Carport unter und warteten ein bisschen bis der heftige Regen vorbei war.

Das war nach ca. 20 Minuten auch der Fall und wir wollten nun schnell Esslingen erreichen. Esslingen ist nur 10 Kilometer hinter Plochingen.

Das war auch schnell gemacht und wir fuhren auch kurz in die tolle Altstadt Esslingens hinein. Esslingen ist neben Tübingen, wie ich finde, einer der schönsten Orte auf diesem Teil des Neckarradwegs.

Esslingen Graffiti Neckarradweg
(Legale) Graffities am Neckarradweg. Sehr gut.

In Esslingen pausierten wir 5 Minuten, wollten aber bald in Stuttgart sein. Denn noch immer befürchteten wir Regen und es war unser Wunsch, die Sonnenstunden für die Weiterfahrt zu nutzen.

Der Radweg war hier komischerweise nur noch für Fußgänger und nicht mehr für Radfahrer zugelassen. Es war auch kein Umweg ausgeschrieben. Dafür gab es ein Protestplakat, welches gegen diesen Zustand protestierte.

Ein sehr seltsamer Move der Esslinger Stadtverwaltung. Ich habe ja nichts dagegen, woanders entlang zu fahren, aber dann sollte man das auch so ausweisen. Mit Wegweisern!

Jedenfalls sind wir nun von Esslingen nach Mettingen direkt am Neckar entlang gefahren.

Mettingen ist Vor- und Teilort von Esslingen und schon praktisch Daimler-Stadt.

Wenn man nach Mettingen kommt fährt man bis kurz vor Canstatt eigentlich nur an Daimler-Gelände vorbei. Wahrscheinlich ist der offizielle Neckarradweg hier schöner. Doch der ist gerade wegen Stuttgart 21 leider gesperrt.

Der Bahnhof Untertürkheim ist eine Schlüsselstelle. Beim letzten Mal hatten wir uns da verfahren und sind einfach rechts in Richtung Cannstatter Stadion weiter. Das war aber falsch. Ich würde dagegen – jetzt richtigerweise – einfach über die Ampel Richtung Brücke drüber und dann gen Neckar fahren.

Schließlich hat man zwei Möglichkeiten: Links oder rechts des Neckars führt ein Radweg entlang. Wenn auf dem Cannstatter Wasen eine Veranstaltung ist, nutzt man wohl am besten die Strecke links des Neckars.

Wir hatten sowieso gar keine Wahl und mussten links fahren. Denn der Neckarradweg war auf der rechten Seite gesperrt.

Man muss nun über die Brücke fahren und fährt neben der Autobahn entlang. Man ist aber auf einem geschützten und guten Radweg.

Was jedoch sehr schön ist, dass man auf dieser Seite auch eine Super-Aussicht auf den Cannstatter Wasen hat. Besonders beeindruckend ist das, wenn Volksfest ist. Das feiern die Cannstatter ja 2x im Jahr.

Nach diesem Stück fährt man beim “Das Leuze”, einem Wellnessbad, wieder auf die andere Seite des Neckars.

Man kann nun auch in die Innenstadt von Bad Cannstatt fahren, wenn man will. Wir wollten aber weiter. Raus aus Stuttgart in Richtung Remseck.

Hier, finde ich, beginnt dann der schönste Teil des Neckarradwegs. Oder zumindest einer der schönsten Teile. Die Weinberge hinter Stuttgart bis nach Besigheim sind doch irgendwie sehr beeindruckend.

Diese säumen den Weg und machen die Landschaft ganz besonders.

Allerdings radelten wir nicht bis nach Besigheim. Unsere Neckarradweg-Tour würde ja – wie gesagt – in Ludwigsburg enden.

Schon auf Stuttgarter Gebiet – in Hofen – gibt es sehr gute und schöne Weinberge zu sehen.

Nach Hofen geht eine schöne Strecke bis nach Remseck. Rechts von uns war gar ein bisschen Wald. In Remseck machten wir dann unsere letzte Trink-Pause im dortigen Café bzw. Biergarten, der hier direkt an der Strecke liegt.

Das ist dort eine wirklich schöne Ecke in Remseck. Die Menschen sitzen hier zuhauf am Fluß. Das hat eine ganz eigene Strandatmosphäre.

Und nun waren es nur noch 8 Kilometer bis nach Ludwigsburg. Wobei man sagen muss, dass der Neckar Ludwigsburg nur am Rande streift.

Um in die Innenstadt nach Ludwigsburg zu kommen, muss man noch ein gehöriges Stück Berg hinauf. Dort kommt man dann in der Nähe des Favoriteparks heraus und ist schon bald in der Innenstadt.

Dort drehten wir auf dem Marktplatz noch eine wunderbare Ehrenrunde. Wir hatten es geschafft! Um dann im Irish Pub hungrig noch einen vegetarischen Burger zu verdrücken (und natürlich noch Bier)…

Das war unser Neckarradweg nach Ludwigsburg. Immer wieder eine tolle Strecke.

Ludwigsburg Kirche
Das ist die Kirche auf dem Ludwigsburger Marktplatz. Der Marktplatz war unser Ziel!

2 Gedanken zu „Letzte Sommertour für dieses Jahr: Gemütliche Neckarradwegtour von Tübingen nach Ludwigsburg!“

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