Biking for Democracy (2016)

Zwischen Juli und dem August 2016 bin ich mit dem Fahrrad über 5.000 Kilometer durch ganz Europa gefahren. Mein Ziel war es, Europa zu retten.

Europa war insbesondere zu dieser Zeit in einem politisch schlechten Zustand. Es war eine persönliche, gesellschaftspolitische Reise. Ich nannte sie Biking for Democracy.

Grödner Joch Dolomiten mit Fahrrad
Auf dem Grödner Joch in Südtirol in den Dolomiten (2121 ü.M.) während meiner Tour „Biking for Democracy“

Mit Reiserad durch 13 europäische Länder

Insgesamt 13 Länder besuchte ich. Ich begann in Deutschland, fuhr durch die Schweiz, Frankreich und Spanien. Von Santander in Nordspanien bin ich mit dem Schiff nach England (u.a. durch London) gefahren. Dort war ich nur kurz und bin wieder rüber aufs Festland.

Dann war ich kurz nochmal in Frankreich, fuhr nun über Belgien, die Niederlande wieder nach Deutschland. Schließlich waren Polen, Tschechien, Österreich, Slowenien und Kroatien an der Reihe.

Fahrradtour durch Europa - Zagreb
Das war in Zagreb

Dann nochmal Slowenien, schließlich Italien und über den Brenner in Südtirol rein wieder nach Österreich. Übers wunderbare Allgäu in Bayern wieder in meine Heimat (heute würde man sagen „the Länd“) Baden-Württemberg.

Also alles in allem eine ganz schön lange Fahrradtour durch Europa!

Auf meinem Blog Biking-for-democracy.eu habe ich über meine Fahrradreise berichtet. Politisches und Kulturelles war mir über das Radfahren hinaus wichtig.

Übernachtet habe ich nicht wie viele anderen Reiseradler es gerne tun im Zelt. Vielmehr habe ich mir bei meiner Fahrradtour durch Europa vor allem Couchsurfing-Möglichkeiten besorgt.

Dabei habe ich viele und interessante Menschen kennengelernt. Hängen geblieben ist z.B. eine nächtliche Nirvana-Session mit zwei Gitarren und Geige in der Niederlande. Wir haben eher Lieder vom unbekannten Nirvana-Album Incesticide gespielt. Das war cool!

In Wien habe ich ein ungarisches Pärchen kennengelernt, bin auch durchs Museumsviertel gelaufen und traf dort einen radfahrenden Buddha (der war aber nicht echt):

Museumsquartier Wien - Buddha auf Fahrrad
Auch Buddha traf ich auf meiner Radreise. Er befand sich auf einem Fahrrad in Wien.

Meine Radtour durch Europa inspirierte mich zu mehr

Nach der Tour dachte ich, dass es das doch nicht gewesen sein kann – und wollte weitermachen. Nur eine einzige Fahrradtour durch Europa reicht mir nicht. Diese Seite ist nun das Ergebnis davon.

Ich blogge und schreibe hier über meine Fahrradtouren, meine Erlebnisse und gebe auch Tipps über Technik und Equipment, soweit ich selbst darüber Erfahrungen gesammelt habe.

Gerne will ich die Fahrradtouren vorstellen, die ich so wöchentlich und monatlich mache. Mein Ziel am Ende meines Lebens ist nicht eine gewisse Zahl von Kilometern, sondern ich möchte gerne Erlebnisse gemacht haben.

Oder wie man oft so sagt: Erlebnis statt Ergebnis!

Drei Jahre später hat mich diese Begeisterung fürs Radfahren übrigens zur Firma Paul Lange gebracht. Diese befindet sich in Stuttgart und kümmert sich um den Vertrieb von Fahrradteilen. Die Tour hatte also im Endeffekt sogar berufliche Auswirkungen.

Europatour Fahrradtour Amsterdam
Hier putze ich mir auf dem Fahrrad in Amsterdam die Zähne.

Die Erlebnisse, die ich jetzt mit dem Fahrrad mache, führen mich durch die verschiedensten Regionen. Vor allem im deutschsprachigen Raum und in der grenznahen Umgebung bin ich aktiv. Aber natürlich interessiert mich auch vor allem der Alpenraum.

Vielleicht treibt es mit meinem Reiserad oder Gravelbike mal in die weite Welt hinaus (z.B. nach Asien oder Amerika). Es würde mich reizen. Aber das ist Zukunftsmusik.

Zuerst möchte ich innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz ein bisschen Fahrrad fahren. Eventuell einmal nach Prag. Und nach Straßburg ist es von Tübingen aus wirklich nicht weit.

Insbesondere möchte ich regionale Strecken wie den Neckarradweg oder den Bodenseeradweg auschecken.

Es gibt eine unglaubliche Menge von schönen Fahrradtouren und Fahrradwegen. Niemand schafft wohl überhaupt alle Fahrradwege, die es überhaupt gibt, in einem Leben.

In Leucate in Frankreich am Mittelmeer mit Palme und Fahrrad.
Das war in Leucate am Mittelmeer. Mit Palme und Babyeinhorn.

Nach über 5.000 Kilometer immer noch Bock auf Radfahren

Es gibt manche Menschen, die nach einer solchen Tour denken: Jetzt war es gut und ich will wieder in meinen Alltag zurück. Mich hat aber richtig das Fahrradfieber erwischt.

Ein Kumpel von mir ist den Camino de Frances gelaufen und hatte anschließend keine Lust mehr weiter zu gehen.

Ich allerdings bin nahezu fahrradsüchtig. Es ist eine brutale Sucht und es gibt kein Methadon. Das einzige, was ich tun kann, das ist immer weiter fahren.

Deshalb ist dieser Blog auch Therapie, aber nicht um mich von der Fahrradsucht zu heilen, sondern nur, um immer süchtiger zu werden.

Und vielleicht plane ich irgendwann eine zweite Radtour durch Europa?