Europaradweg R1

Der Europaradweg R1 beginnt im französischen Calais und endet in St. Petersburg in Russland. Er ist nicht durchgehend ausgeschildert – und von Land zu Land unterscheidet sich das stark. Aber er ist dennoch ein wichtiger Radweg, der die europäischen Kulturen miteinander verbindet. 3.600 Kilometer ist er lang!
In der Umgebung von Münster hat der Radweg seinen Ursprung in den 80er Jahren. Mit der Zeit wurde er immer mehr ausgebaut und verbindet heute die 9 Länder Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Russland miteinander. Ich habe hier nun einige Touren-Tipps zum Europaradweg R1 wie auch Karten zusammengestellt.

Komplette Radstrecke zum Europaradweg R1 (Übersichtskarte)

Folgt.

Meine Blog-Beiträge zum Europaradweg R1 (Reisebericht)

Lest hier meine neusten Blog-Beiträge zum Europaradweg R1, wenn sie fertig sind. Ich schreibe hier manchmal Praktisches oder einfach über Erfahrungen auf meinen Radtouren. Hier findet ihr auch Vorschläge, welche Etappen ihr fahren könntet. Der Sinn meiner nun folgenden Posts und Beschreibungen ist es, dass ihr den Radweg selbst planen könnt. Aber man kann auch eines der vielen Reisetouristik-Unternehmen zu Rate ziehen, die z.B. Gepäcktransport und Ähnliches organisieren.
Ich bitte um Geduld! Ein Blog-Artikel unten wird noch folgen, sobald ich auf dem Radweg etwas gefahren bin. Tatsächlich war ich schon in Litauen auf ihm unterwegs. Ein Buch über den Europaradweg R1 gibt es bei Bikeline*.

Unterkünfte am Europaradweg R1

Booking.com

Weitere Infos zum Europaradweg R1 (Erfahrungsberichte)

Der Europaradweg R1 ist auch unter den Fernradwegen ein besonderer. Denn er war der erste, der so weit geplant wurde. 3.600 Kilometer sind kein Pappenstiel. Bestimmt nicht viele Radler haben diesen kompletten Radweg absolviert.

Beginn ist in Calais in Frankreich an der Nordseeküste. Das Ende ist in St. Petersburg in Russland an der Ostsee.

Dazwischen kommen Orte wie Brügge in Belgien und Rotterdam (Hoek van Holland) in der Niederlande. An Den Haag fährt man nur knapp vorbei.

Schön an der Niederlande ist, dass man 2x Fähren nutzen darf. Die kosten nicht viel und erlauben natürlich Fahrradmitnahme. Es ist eine Besonderheite der Niederlande, dass das so unproblematisch ist.

Man verlässt dann die unmittelbare Nordseeküste und fährt noch nach Utrecht, eine schöne kleine Stadt in der Niederlande.

Weiter geht es nach Deutschland und man darf durch die Fahrradhauptstadt Deutschlands fahren. Münster heißt diese und liegt in NRW. Sie ist schön und schnuckelig.

Es folgen Verl, Höxter (wo der R1 seinen Ursprung hat) und Holzminden.

Goslar in Niedersachsen ist noch eine wichtige Stadt und man fährt dann über die ehemalige innerdeutsche Grenze und landet in Dessau an der Elbe und in der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Auch eine schöne Stadt ist das mit einem großen Marktplatz und alten Kirchen. Hier findet man unfassbar viele Infos über Martin Luther. Man fährt am Elberadweg ein Stück entlang.

Potsdam ist dann noch ein wichtiger Punkt auf dem Radweg und man fährt schließlich in Berlin-Wannsee in die Bundeshauptstadt ein.

Durch Berlin-Mitte mit dem Brandenburger Tor kommt man auch und fährt über Köpenick und Erkner (Brandenburg) aus Berlin wieder heraus. In Berlin kann man auf viele andere Radwege wie z.B. den Radweg Berlin-Kopenhagen wechseln – oder auch den Radweg Berlin-Leipzig (gibt aber noch viele andere!).

In Küstrin-Kietz überquert man die Oder, um dann in Kostrzyn nach Polen einzufahren. Hier geht es weiter sehr flach weiter.

Chelmno in Polen ist noch wegen des schönen Zentrums erwähnenswert. Elbląg ist mit über 120.000 Einwohnern aber eine größere Stadt. Sie ist auch eine kulturell bedeutende Stadt.

In Braniewo in Polen ist man dann am Ende des schönen und historischen Landes und darf nach Russland in die Oblast Kaliningrad fahren.

Hier aber – Achtung! – braucht man ein russisches Visum, was man besser schon im Gepäck hat. Denn Russland ist ja nicht in der EU und ohne Visum hat man ein Problem. Deshalb besser eines vorher beantragen.

Es folgt die spannende Stadt Kaliningrad, die heute zu Russland gehört und früher einmal Teil Preußens war und Königsberg hieß. Doch nach dem 2. Weltkrieg fiel sie an Russland. Kaliningrad/Königsberg ist die Geburtsstadt und Wirkungsstadt des Philosophen Immanuel Kants gewesen. Ein Denkmal befindet sich hier heute noch.

Nach der Oblast Kaliningrad kommt man wieder in die EU. Man besucht Litauen, Lettland und Estland (in dieser Reihenfolge). Empfehlen kann ich Klaipeda. Eine ruhige Urlaubsstadt, die auf Deutsch früher Memel hieß. Und der Strand von Palanga ist super. Ich habe hier schon Urlaub gemacht und kenne den Radweg dort.

Man kommt durch Riga in Lettland, eine Musikstadt und die Hauptstadt Lettlands. Hier ist es auch sehr gut auszuhalten. In Tartu in Estland fährt man dann über die russische Grenze und kann dort dann noch bis St. Petersburg fahren. Das frühere Leningrad. Aber wieder Achtung! Auch hier braucht man wieder ein Visum, was man sich am besten vorher schon besorgt hat. Sonst kommt man evtl. nicht hinein.

Ein Reisebericht bzw. Erfahrungsbericht und weitere Tourenbeschreibungen folgen dann, wenn ich mal sehr viel Zeit, um von Calais nach St. Petersburg zu fahren. Wer übrigens noch Kartenmaterial braucht und wem meine Online-Karte für den Europaradweg R1 nicht genügt, der kann auch bei Bikeline schauen*.