Zur Präsidentschaftswahl mit dem Fahrrad nach Frankreich: Von Tübingen über Freudenstadt und Kehl nach Straßburg

Schon wieder eine Fahrradtour nach Straßburg. Diese Radstrecke bin ich als Start meiner Europaradtour schon einmal gefahren.

Ich kannte den Weg also schon recht gut. Auf 130 Kilometern verändert sich die Landschaft von Tübingen aus sehr stark. Das mag ich sehr gerne.

Die Hälfte der Strecke ist bei Freudenstadt. Anschließend geht es sehr schnell hoch nach Kniebis zur Alexanderschanze auf 970 Meter über dem Meeresspiegel.

Danach geht es erst krass bergrunter von Kniebis bis nach Oppenau. Schließlich fährt man noch leicht herunter ca. 40 Kilometer bis Kehl.

Von Kehl aus über die Europabrücke ist man dann im schönen Straßburg in Frankreich.

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Start am Österberg in Tübingen über die Rottenburger Teilorte

In Tübingen habe ich meine Fahrradtour nach Straßburg am Österberg gestartet, der schönste Berg in Tübingen. Nicht nur, weil dort Schafe wohnen.

Dann geht es durch die ganze Stadt Tübingen. In Richtung Tübingen-West und dort fahre ich dann meine Standard-Strecke durch das Ammertal nach Unterjesingen.

Dann durch Pfäffingen. Dort habe am Rathaus habe ich meine Europaradtour letztes Jahr freudig gestartet.

Nach Pfäffingen kommt man nach Oberndorf, einem Teilort von Rottenburg vorbei. Seebronn – der nächste Ort – ist auch noch Teil von Rottenburg. Es geht nun nach Eutingen im Gäu: Raus aus dem Kreis Tübingen – rein in den Kreis Freudenstadt.

 

In den Kreis Freudenstadt bis in die Stadt Freudenstadt: Up and down, Up and down, Up and down

Nach Eutingen im Gäu geht es dann erstmal bergauf. Hier folgt ein ständiges Up und Down von den Höhenmetern her gesehen.

Man erreicht Waldachtal, ein schöner Ort. Dann geht es durch die Natur nach Dornstetten, von wo es noch 11 Kilometer bis nach Freudenstadt sind.

Hier verfahre ich mich immer, weil mich mein komisches Navigationsgerät auf eine vielbefahrene Straße schickt. Wenn man aber in Aach in die Dietersweiler Straße links abbiegt, so kann man die Straße gut umfahren.

Allerdings geht es hier wieder ein Stück steil bergauf. Der Schwarzwald hat halt so seine bergigen Tücken. Ich mag das allerdings recht gerne.

Nicht so langweilig flach. 🙂

Freudenstadt ist dann nicht mehr weit, was man durch den Teilort Wittlensweiler erreicht.

Freudenstadt Marktplatz Radtour nach Straßburg
In Freudenstadt vor dem Marktplatz. Sehr viel los hier! Schön.

Von Freudenstadt über Kniebis bis ins Nordbadner Land

In Freudenstadt erreicht man den Marktplatz, auf dem oft etwas los ist. Beide Male, bei meiner Europatour und heute, war da richtig Halligalli (letztes Mal war es so ein afrikanischer Markt, dieses Mal bin ich nicht über den Markt gelaufen, deshalb weiß ich es nicht, aber es war viel los.)

Ich machte eine Pause auf dem Gehweg vor dem Marktplatz. Irgendjemand hat mich dann angepöbelt, als ich mit dem Fahrrad aus Versehen im Weg stand.

Einfach höflich fragen, sagte ich, worauf der Mensch aggressiv wurde. Zwei Passanten lachten dann über die Situation und sagten “unnötig” und meinten damit den aggressiven Menschen.

Als Fahrradfahrer hat man es halt nicht so leicht in der Stadt. Aber schwäbische Höflichkeit und Gelassenheit wird bei mir immer groß geschrieben!

Nach dem Marktplatz muss man dann bei einer Kreuzung nach rechts fahren, weiter geradeaus. Dort steht dann zum ersten Mal “Straßburg” auf einem gelben Schild.

Man ist dann nach dem kurzen Troubel in der Stadt schnell wieder in der Natur.

Hinter Freudenstadt schließlich kommt man nach kurzem Ausflug auf der Straße in den Wald, durch den es dann 12 Kilometer nach Kniebis geht.

Dieser Teil ist einer der tollsten, aber auch einer der anstrengensten auf der Strecke.

Was besonders war: Hier lag Ende April noch Schnee! Das hatte ich gar nicht so erwartet, aber ein paar Tage zuvor gab es bei uns in Baden-Württemberg einen Kälteeinbruch. Und in der Höhe bleibt dann eben etwas liegen.

Schnee Alexanderschanze in Kniebis bei Freudenstadt
Schnee auf der Alexanderschanz in Kniebis. Im April!

Man erreicht die Passstraße von Kniebis und landet auf der Alexanderschanze. Hier kann man übrigens auch im Winter Skifahren.

Nach dem Wald in Kniebis, wenn man auf der Passstraße fährt, verändert sich die Landschaft schon wieder. Ich finde man fühlt sich dort ein bisschen wie auf dem Mond. Die Landschaft ist toll, aber es hat irgendwie etwas karges.

Es gibt hier noch ein Stück Fahrradweg, bis man dann abbiegen muss in Richtung Oppenau. Hier geht es erstmal 10 Kilometer den Berg herunter.

Bis zu 18% steil ist es dort. Unglaublich. Hinter einem hupen schon einmal die Autos. Ich bin ein vorsichtiger Abfahrer und wenn ich merke, dass ein Auto hinter mir ist, fahre ich schon mal rechts ran, wenn es passt.

Es ist trotzdem toll, wenn man, nachdem es die ganze Tour immer ständig hoch und runter ging, endlich mal etwas entspannen kann.

Von Oppenau aus, geht es dann noch ein Stück an der Straße entlang in Richtung Oberkirch. Ab Oberkirch fährt man entweder auf dem Fahrradweg oder durch die Straßen der Dörfer, wo nicht viel los ist.

Man kommt nach Appenweier (dort habe ich auf der Europatour mein erstes Döner-Mahl zu mir genommen) und dann ist es nur noch ein Klacks bis Kehl.

Wen es interessiert: Hier fährt man durch den Wahlkreis von Wolfgang Schäuble, dem derzeitigen Finanzminister.

Alexanderschanze Kniebis Oppenheim
Was für eine geile Aussicht von der Alexanderschanze. Kurz bevor es heruntergeht nach Oppenheim!

Mit dem Rad nach Frankreich: Über Kehl endet meine Fahrradtour nach Straßburg

Kehl besteht ja auch aus ein paar Teilorten, durch die man durchfährt, aber von Appenweiher aus gesehen ist man schnell dort.

Die ganze Stadt ist vom Rhein her aufgebaut. Dort in der Nähe der Europabrücke, ist die Fußgängerzone mit Geschäften und Kirche. Zudem ist rechter Hand auch der Bahnhof.

Ich hatte wenig Zeit und bin dann einmal kurz über die Europabrücke mit dem Rad nach Frankreich. Hier sollte meine heutige Fahrradtour nach Straßburg auch enden.

Da ja heute, am 23. April die Präsidentschaftswahl in Frankreich war, hätte ich doch mit etwas mehr Polizei gerechnet.

Aber es war nichts groß los hier mit Grenzkontrollen. Der übliche Verkehr. Man ist sofort in Straßburg nach der Überquerung der Brücke. Die Brücke führt ja über den Rhein.

Leider hatte ich jetzt keine Zeit noch in die Stadt von Straßburg zu fahren, weil ich auf den Zug musste.

Deshalb bin ich umgedreht, und habe mir einen Döner beim Euro-Döner in Kehl geholt. Das musste sein.

Denn ich hoffte natürlich nicht auf einen Sieg der rechtsextremen Europagegnerin. Ich wollte die Brücke ja noch oft fahren!

Aber entschieden wird das letztlich erst am 7. Mai. Mal sehen, ob ich dann nochmals hinfahre. Das wäre dann die dritte Fahrradtour nach Straßburg. Ich muss schauen, ob ich Zeit habe.

Europatour Fahrrad Straßburg
Das hier ist eine Archivaufnahme. Diesmal habe ich es nicht nach Straßburg geschafft. Aber beim letzten Mal bei meiner Europatour 2016. (Archivbild)

4 Gedanken zu „Zur Präsidentschaftswahl mit dem Fahrrad nach Frankreich: Von Tübingen über Freudenstadt und Kehl nach Straßburg“

  1. Hallo Markus!
    Ich bin heute von Ulm nach Unterjensingen geradelt, morgen steht die von dir sehr schön beschriebene Etappe nach Oberkirch (meiner Heimat!) auf dem Programm. Ich freue mich auf weitere Reisebericht von dir, liebe Grüße aus einer Art Biergarten (2,70€ für das Export, menschlich top hier), Reinhard

    Antworten
  2. Hi Markus, klingt nach netter Tour, komme aus Kehl u bin v Freundin auf Kaffee in TÜ eingeladen …
    Falls du noch Tipps o/u gpx-Track hättest, wäre das super 🙂
    Danke & LG

    Antworten
    • Hallo Hein, danke für das Gutfinden der Tour! Ich kann Dir gerne den gpx-Track per Mail schicken. Ich habe noch keine Möglichkeit ihn hochzuladen, was ich aber noch ändern möchte in der Zukunft. Allerdings: In Freudenstadt habe ich mich einmal verfahren (höchstens 500 Meter). Und nach Tübingen habe ich ein Ausflug zum Ammerbuch-Entringer Rathaus gemacht, weil ich da was wegbringen musste. Das kannst Du dann einfach wegrechnen. 🙂 LG Markus

      Antworten

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