Der Neckarradweg. 1. Etappe. Von Schwenningen nach Tübingen

Jetzt wollte ich es wissen. Einmal den kompletten Neckarradweg fahren. Von Schwenningen nach Mannheim in vier Tagen.

Am Neckartal bin ich im Laufe der kurzen Existenz dieses Blogs nämlich schon zweimal entlang gefahren. Einmal von Tübingen nach Plochingen und zurück. Und das zweite Mal von Tübingen nach Horb und zurück.

Die erste Etappe war gleich etwas besonderes. Durch verschiedene Landschaften, leicht bergig manchmal. Eine schöne Etappe.

 

Vom Neckarursprung nach Schwenningen in die älteste Stadt Baden-Württembergs: Rottweil

Start des Neckarradwegs und auch der Neckarursprung ist das Schwenninger Moos.

In dieser  besonderen Urlandschaft entspringt der Neckar. Man kann das Schwenninger Moos einmal zu Fuß umrunden, was ich aber auch aus Zeitgründen nicht gemacht habe.

Im April gab es hier übrigens noch Schnee!

Schwenninger Moos in Schwenningen. Der Neckarursprung
Das Schwenninger Moos. Hier beginnt der Neckar ganz offiziell. Er wird nach 362 Kilometern in den Rhein münden. Hier begann mein Neckarradweg.

Man fährt also hier los, kommt an einem Pferdehof vorbei und wenn man über die Straße fährt, ist man schon im Stadtpark Möglingshöhe.

Hier befindet sich der historische Ursprung des Neckars. Herzog Ludwig von Württemberg hatte im Jahr 1581 einfach festgelegt, dass hier der Ursprung des Neckars sei.

Das Steingebilde im Titelbild ist der Ort, an dem sich dieser historische Ursprung befindet.

Der Neckar ist hier in Schwenningen ein recht kleines Rinnsal. Er wird zu einem kleinen Flüsschen und man könnte fast nicht glauben, dass er dann mal richtig breit wird.

So führt er auch aus Schwenningen hinaus und wird in Richtung Rottweil leicht breiter.

Die Radstrecke von Schwenningen nach Rottweil ist ganz gut ausgebaut und führt auch durch einen schönen Wald. Aber hin und wieder muss man doch die Straße nehmen wie in Rottweil selbst.

In Schwenningen ist noch recht viel Verkehr, aber es gibt Radwege.

Man kommt in Rottweil an, einer heute schönen kleinen Stadt. Anschließend kommt man erst in die Naturidylle.

Rottweil am Neckarradweg
Ein sehr guter Brunnen in der ältesten Stadt Baden-Württembergs: Rottweil.

Der Neckartalradweg von Rottweil nach Oberndorf am Neckar. Weiter geht’s nach Sulz und Horb, dem Tor zum Nordschwarzwald

Man fährt jetzt direkt am Neckar entlang. Nachdem es nach Rottweil noch den Berg hochging, hat man jetzt ein Stück zum Entspannen und fährt herunter.

Unten ist man dann direkt neben dem Neckar. Dort war der Kiesweg teilweise recht grobkörnig. Ich vermute, dass hier auch der ein oder andere Stein schon heruntergefallen ist. Also Obacht!

Bei Kilometer 50 des Neckars und Kilometer 44 des Neckarradwegs ist man dann in Oberndorf am Necker.

Sehr gut und auch wichtig findet man am Eingang ein Holocaust-Mahnmal vor. Eine solche Erinnerungskultur ist wichtig, um nicht zu vergessen, dass wir in Deutschland dunkle Zeiten hinter uns haben.

Nach Oberndorf wird es sehr ruhig. Außer die Schafe links am Wegesrand machten mal Geräusche: Sie mäh-ten.

12 Kilometer nach Oberndorf ist man dann in Sulz am Neckar. Vor und durch Sulz fährt man dann wieder ein Stück auf der Straße.

Der Weg in Richtung Horb führt dann weitgehend wieder durch den Wald.

Als ich in kurz vor Glatt war, so 10 Kilometer vor Horb war dann plötzlich eine Brücke gesperrt.

Brücke gesperrt bei Glatt zwischen Sulz und Horb auf dem Neckarradweg
Die Baustelle bei der gesperrten Brücke bei Glatt (Zwischen Sulz und Horb).

Aber was gut war: Der Umweg, der direkt durch Glatt ging, war sehr gut ausgeschildert. Das ist nicht immer so auf Radwegen. Mit gelben Schildern wurde ich dann über den Umweg gelotst.

Anscheinend war die Brücke eingebrochen. Ich hoffe doch, dass die Infrastruktur in Europa jetzt nicht so marode ist, dass das öfters passiert.

Man hört ja oft, dass hier zu wenig investiert wurde die letzten Jahre.

Jedenfalls als ich wieder zurück auf der normalen Strecke war ging es mit kräftigem Gegenwind weiter. Durch die Natur und ein weiteres Neckartal an saftigen Wiesen vorbei.

Erst in Dettingen ließ das wieder deutlich nach. Der Neckar biegt dann auch um die Ecke und fährt fortan nach Westen und nicht mehr nach Norden fort.

Hier landet man dann in Horb im Landkreis Freudenstadt. Horb ist für mich immer das Tor zum Nordschwarzwald von meinem bescheidenen Blick aus Tübingen aus gesehen.

 

Durch Horb über Rottenburg in die schönste Stadt der Welt: Tübingen!

Horb hat auch eine recht nette Altstadt. Doch durch die führt der Neckarradweg nicht direkt. Von weitem aber sieht sie auch toll aus.

Horb am Neckar - Neckarradweg
Horb am Neckar und der Neckarradweg.

Der Neckarradweg folgt bald in Richtung Horb-Mühlen und von dort aus ist es noch ein Klacks nach Starzach bzw. Eyach. Ein sehr schönes Stück geht es hier durch den Wald, um dorthin zu gelangen.

In Eyach steht ja mein Lieblingsbahnhof, wie ihr ihn in diesem Video von meiner letzten Tour dorthin auch begutachten könnt.

Dieses Stück von Horb-Mühlen empfinde ich als einen der tollsten Stücke des Radwegs. Absolute Ruhe und hin und wieder mal ein paar Dörfer.

Rottenburg Neckarradweg
In der schönen Stadt Rottenburg am Neckar auf dem sehr großen Marktplatz. 12 Kilometer vor dem Ende meiner Tour.

Von Rottenburg nach Tübingen sind es dann über Hirschau nur noch 12 Kilometer. Die nächste Etappe des Neckartalradwegs geht dann nach Bad Cannstatt und ist weniger anspruchsvoll und kürzer!

2 Gedanken zu „Der Neckarradweg. 1. Etappe. Von Schwenningen nach Tübingen“

    • Auf der 1. Etappe war es noch etwas kühl am Anfang. In Schwenningen gar Schnee! Doch am 2. und am 3. Tag war es super. Am 4. dann etwas Regen in Richtung Mannheim!

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