Der Neckarradweg. 2. Etappe. Von Tübingen nach Stuttgart (Bad Cannstatt)

Die heutige zweite Etappe empfang ich als die einfachste des Neckartalradwegs. Sie war wirklich meistens flach.

Im Gegensatz zur ersten Etappe, wo es hin und wieder ein paar Hügelchen gab.

Nur das letzte Stück von Esslingen nach Bad Cannstatt nervte ein bisschen. Durch Stuttgart hindurch war es etwas doof. Blöderweise war nämlich die Neckar-Radstrecke von Mettingen (bei Esslingen) bis nach Obertürkheim gesperrt.

In Obertürkheim war der richtige Weg dann nicht leicht auffindbar, so dass wir durch die Stadt gurken mussten.

Ich war heute übrigens nicht alleine, sondern hatte erstmals auch Begleitung, was auch eine tolle Erfahrung ist.

Diese Strecke kenn ich ja sehr gut, von meiner Neckarradweg-Tour im Winter.

 

Neckartalradweg von Tübingen nach Nürtingen: Schön flach

Tübingen ist ja meine Heimatstadt. Ein Abstecher lohnt sich aber auf jeden Fall.

Das sage ich nicht nur, weil ich dort wohne. Vor allem die Altstadt ist echt richtig schön.

Ich konnte also zuhause übernachten und nicht weit von mir beginnt auch der Neckartalradweg. Das ist natürlich ultra-praktisch.

Die erste Station war Kirchentellinsfurt. Dort gibt es auch einen See, den Epple-Baggersee. Dort kann man im Sommer auch mal baden, wenn man Zeit mitbringt.

Anschließend, nach dem Baggersee fährt man ein Stück an der Straße entlang und danach wird es wirklich sehr schön. Rechts am Neckar fährt man in Richtung Mittelstadt (ein Stadtteil von Reutlingen gar).

Erst in Neckartenzlingen muss man wieder etwas Straße fahren und dort war auch bei diesem schönen Wetter recht viel Verkehr. Gut, dass hier aber auch eine Fahrradbrücke gebaut wird, wenn ich das im Vorbeifahren richtig erkannt habe.

Man muss hier etwas durch die Stadt fahren und biegt dann aber wieder nach Nürtingen auf einen Feldweg ein, der an Pferden vorbeiführt und hier wartete auch ein kleiner Biergarten, wenn man mal eine Pause machen will.

Nürtingen von weitem Neckartalradweg
Hier sieht man Nürtingen von weitem. Direkt am Neckartalradweg.

Das wollten wir aber nicht, sondern gleich in Richtung Nürtingen. An einer besonderen Stelle mache ich aber immer gerne ein Bild von Nürtingen (siehe oben). (Anschließend bitte rechts fahren und nicht geradeaus.)

In Nürtingen wuchs übrigens auch der Dichter Friedrich Hölderlin auf!

Den Neckarradweg kann man übrigens gut als Hölderlin-Tour bezeichnen. Denn gleich drei Städte, die mit Hölderlin etwas zu tun haben, liegen am Neckar: Nürtingen, Tübingen und Lauffen, wo er geboren wurde.

 

Von Nürtingen nach Esslingen mit kurzem Abstecher in die schöne mittelalterliche Altstadt

Auch in Nürtingen kann man einen kleinen Abstecher machen. Die Innenstadt ist auch nett (nicht so schön wie Tübingen oder Esslingen, finde ich).

Der Neckarradweg führt aber nicht direkt durch die Stadt. Da müsste man dann ein Stück vom Weg abkommen (nicht viel, Nürtingen ist klein).

Man fährt dann nach Nürtingen etwas an der Straße entlang. Es gibt aber im Prinzip immer einen Radweg oder selten muss man durch verkehrsarme 30er-Zonen.

Nach Wendlingen kommt man wieder in die Natur und hat dann eine wirklich tolle Strecke über Wernau bis nach Plochingen.

Hundertwasserhaus Plochingen
Das Hundertwasserhaus in Plochingen von der Fahrradbrücke aus gesehen.

In Plochingen empfiehlt es sich einen Blick auf das Hundertwasserhaus zu werfen. Da kann man zwar nicht hinein gehen, aber von außen ist das schon genug beeindruckend.

Und von Plochingen aus ist es dann nicht mehr weit nach Esslingen. Hier muss man mal zwar durch ein Industriegebiet, aber es wechselt sich ab mit etwas Idylle. Nach dem Industriegebiet habe ich grasende Ziegen gesehen.

Esslingen ist schließlich eine tolle Mittelalterstadt. Hier haben wir beide kurz pausiert und uns kurz die Stadt angeschaut.

Mein Begleiter wusste Historisches über Esslingen zu berichten. Zwar hatten wir unabhängig voneinander beim gleichen Stadtführer schon einmal einen Vortrag gehört. Nur er hatte einfach viel besser aufgepasst als ich.

Esslingen war mal freie Reichsstadt. Aber reich ist Esslingen, glaube ich, immer noch. Wegen der Industrie und der Nähe zu Stuttgart.

Wegweiser Neckarradweg Esslingen Stuttgart
Ein schöner Wegweiser. Nach diesem Wegweiser wurde der Weg aber eher etwas zäh und unschön durch Stuttgart.

Etwas zäh von Esslingen nach Stuttgart-Bad-Cannstatt. Am Frühlingsfest vorbei in die Cannstatter Innenstadt

Wie gesagt, empfang ich den Neckartalradweg von Esslingen nach Cannstatt als nicht so toll. Das mag allerdings auch an der Umleitung liegen. Vielleicht ist es ohne ja ganz gut.

Die Umleitung war zwar gut ausgeschildert. Allerdings lässt die Radwegeführung in Stuttgart doch noch etwas zu Wünschen übrig.

Etwas enttäuschend ist das auch, da in Stuttgart seit 2012 ein Grüner regiert, der ja formal eigentlich für Radwege sein sollte. Doch Stuttgart hat nur einen Radfahrer-Anteil von 6% (zum Vergleich: Tübingen hat 25%).

Da kann man ruhig noch etwas tun. Bessere Radwege und so. Einfach mal Kopenhagen als Vorbild nehmen.

Cannstatter Wasen Riesenrad Neckarradweg
Direkt am Neckar liegt auch der Cannstatter Wasen. Ende April ist dort das Frühlingsfest – mit Rießenrad und Bier und so…

Wir kamen dann noch am Frühlingsfest, dem Stuttgarter Wasen vorbei. Da ist immer viel los in Bad Cannstatt. Viele Betrunkene und so. 🙂 Aber wir fuhren dann in die Cannstatter Innenstadt und versorgten uns erstmal kulinarisch und natürlich auch bier-isch.

Ja, und in Bad Cannstatt übernachtete ich dann in einer WG und es gab netterweise Crêpes! Eine der Gastgeberinnen war nämlich Französin. Man kann also auch in Stuttgart französische Essenskultur genießen. Wenn man Glück hat wie ich! 🙂

Ein Gedanke zu „Der Neckarradweg. 2. Etappe. Von Tübingen nach Stuttgart (Bad Cannstatt)“

  1. Als Teilnemer deiner zweiten Etappe kann ich nur bestätigen: Alllles zutreffend und richtig beschrieben (bis auf ein paar Schreibfehler).
    Noch ein Wort zu deiner Fahrtgeschwindigkeit: Sie ist zügig, aber keinesfalls eilig. So bleibt auch noch genügend Zeit, einiges von der Umgebung mitzubekommen.
    Mein Tipp an aller Radtouren-Checker-Leserinnen und -leser: Fahrt die vorgeschlagenen Touren von Markus nach – es lohnt sich !

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