Der Neckarradweg. 3. Etappe. Von Stuttgart (Bad Cannstatt) nach Neckarsulm

Die nunmehr dritte Etappe meiner Neckarradweg-Tour begann in Stuttgart und sollte in Neckarsulm enden. Neckarsulm ist nur 10 Kilometer weit von Heilbronn entfernt.

Die erste Etappe hatte ich noch am Start bei Schnee absolviert. Die zweite zeichnete sich schon durch gutes Wetter aus. Nun bei der jetzigen dritten, die mich am Neckar entlang führte, hatte ich mega-gutes Frühlingswetter.

Es war zeitenweise richtig heiß und die Strecke insbesondere hinter Stuttgart war echt wunderschön. Die Leute denken immer ans Mittelmeer und wollen weit weg, wenn sie in den Urlaub fahren.

Doch der Neckar ist an manchen Stellen ein echt super Urlaubsgebiet.

Von Stuttgart (Bad Cannstatt) in die Schillerstadt Marbach am Neckar

Heute war ich wieder alleine unterwegs. Gestern hatte ich noch einen sehr guten Radfahr-Kollegen, der aber gleich am Abend wieder nach Hause nach Tübingen gefahren war.

Wir waren am Vortag wegen des Umwegs sehr verwirrend nach Bad Cannstatt hineingefahren. Ich wollte jetzt nochmal schauen wie der Weg genau lief und fuhr nochmal von Bad Cannstatt nach Obertürkheim (auch in Stuttgart) an den dortigen Bahnhof.

Dort war auch mein Start heute. Ich fuhr nicht wie gestern durch die Stadt geradeaus, sondern nach links weg über die Ampeln in Richtung Neckar.

Dort fuhr ich dann über die dortige Neckarbrücke. Schließlich wollte ich auf der linken Neckarseite fahren; denn auf der rechten war ja gerade der Stuttgarter Wasen, das Frühlingsfest.

Von dieser Seite aus konnte man das Fest gut beobachten. Mit Rießenrad und so. Aber ich wollte nicht ins Getümmel – ich wollte ja eben weiterkommen.

Nachdem man aus Stuttgart (Bad Cannstatt) raus ist, kommt man erst einmal an einem Meer an Weinbergen vorbei. Hier wird sehr viel Wein angebaut. Und das ist immer eine tolle landschaftliche Kombination: Der Wein links von einem und meist rechts der Neckar (zumindest wenn man Stuttgart rauskommt).

Weinberge Weinhänge Besigheim Freiberg am Neckar am Neckar entlang
Ein Beispiel für die Weinhänge. Diese hier habe ich aber wohl in der Nähe von Freiberg am Neckar fotografiert, was schon ein ganzes Stück nach Stuttgart und Ludwigsburg ist.

Es folgt als nächstes Remseck. Dort biegt man dann über eine Brücke ein und kommt an einer Gaststätte vorbei (hier kann man natürlich einkehren, was ich nicht gemacht habe).

Es geht dann gen Ludwigsburg, wobei man Ludwigsburg nur streift, da die Innenstadt nicht direkt am Neckar liegt.

Ludwigsburg kenne ich aber auch recht gut. Das ist auch immer eine Reise wert. Da gibt es auch so ein berühmtes, krasses Schloss.

Aber vor allem beeindruckend: Immer wieder diese wunderbaren Weinanbaugebiete, diese Hänge und der Neckar geben eine landschaftlich unschlagbare Kombination.

Schließlich geht es immer links am Neckar entlang weiter und man kommt nach Marbach. Wenn man allerdings in die Innenstadt Marbachs kommen will, muss man rechts in eine enge Brücke einbiegen. Nach der Brücke geht es dann steil bergauf in die Stadt.

 

Nach Marbach am Neckar zwar einmal verfahren, aber dann doch den Weg nach Heilbronn gefunden

Marbach am Neckar ist eine tolle Stadt. Besonders wenn die Sonne so scheint. Unten am Fluß kann man es sich urlaubsmäßig gemütlich machen. Oben ist ziemlich heftig viel Kultur.

Ich war auch kurz am Geburtsthaus des Dichters Friedrich Schiller (siehe Photo).

Schillerhaus Marbach am Neckar Neckarradweg
Schillerhaus in Marbach am Neckar. Um dort hinzukommen muss man den Neckarradweg ein klein bisschen verlassen und den Berg hoch in die wunderschöne Stadt Marbach fahren.

Gegenüber von Schiller ist ein vegetarisches Restaurant. Ob es zu Schillers Zeiten auch schon Vegetarier gab? Hat er dort etwa schon gegessen? 🙂

Jedenfalls ist da ein Schild, das besagt, dass seine Schwester da mal gewohnt haben soll. Jetzt kann man hier also gut vegetarisch essen.

Doch ich musste weiter. Der Abstecher nach Marbach war ja ein kleiner Umweg.

Nach Marbach waren es – am Neckar entlang – noch 48 Kilometer bis nach Heilbronn, die ich schaffen musste.

Ich habe mich blöderweise an diesem Ort aber verfahren und bin erst in Richtung Murr. In Richtung eines anderen Nebenflusses des Neckars.

Nachdem ich den Fehler korrigiert habe, ging es wieder an der schönsten Weinberge-Landschaft vorbei.

Man kommt durch Benningen, Freiberg am Neckar, Ingersheim, Mundelsheim und bei Hessigheim am Neckarhafen hat man wieder einen richtig geilen Neckarblick. Beeindruckend!

In Besigheim habe ich kurz die mittelalterliche Altstadt besucht. Die ist klein, aber irgendwie besonders.

Auf der anderen Seite der Altstadt fließt nämlich auch die Enz. Hier werde ich also nochmal vorbeikommen dieses Jahr, weil ich mir auch den Enztalradweg vorgenommen habe.

Nach Kirchheim am Neckar kommt dann das Atomkraftwerk, wobei mir das komischerweise gar nicht aufgefallen ist. Vielleicht hat mein Unterbewusstsein mit Absicht (aus Protest!) nicht hingeschaut.

Das Kernkraftwerk lieft auf der Gemarkung Neckarwestheim, aber auf der rechten Seite des Neckars. Ich bin weiterhin auf der linken Seite gefahren.

In Lauffen am Neckar am Ortsausgang sah ich dann von weitem ein sehr häßliches heruntergekommenes Gebäude. Ich dachte mir, wie häßlich ist das denn, kümmern die sich nicht um Ihre Häuser, die Lauffener?

Allerdings erkannte ich dann auf einem Schild: Es war wohl das Geburtshaus Friedrich Hölderlins!

Lauffen am Neckar Hölderlinhaus Neckartalradweg nähe Heilbronn
Hölderlins Geburtshaus in Lauffen am Neckar könnte auch mal wieder modernisiert werden. (Ach Mist, Denkmalschutz.)

Also der dritte Hölderlin-Standpunkt am Neckar neben Tübingen und Nürtingen.

Lauffen ist dann schon irgendwie Einzugsgebiet Heilbronn. Man ist nicht mehr weit weg. Aber erst muss man nach Lauffen noch eine Steigung überwinden. Der offizielle Neckarradweg führt hier wohl weg vom Neckar.

Anschließend nach Nordheim herein gibt es dann die wohlverdiente Abfahrt. Bald erreicht man nach Nordheim schließlich Heilbronn.

 

Das Ende meiner dritten Etappe am Neckar entlang: Von Heilbronn nach Neckarsulm

In Heilbronn angekommen, musste ich erst meinen Hotelschlüssel dort holen und schließlich nach Neckarsulm weiterfahren, wo ich übernachten würde.

Das hatte den Vorteil, dass ich auch noch an ein paar kulinarischen Highlights vorbeifahren konnte. Das allerbeste – und ich liebe das – war japanisch.

Essen Mosch Mosch in Heilbronn nach der Radtour am Neckartalradweg bzw. am Neckar entlang
Leckeres japanisches Essen mit sogenannten Udon-Nudeln in Heilbronn! Lecker und verdient nach meiner Neckarradweg-Tour.

Ich habe also dort eine leckere Pause gemacht und bin anschließend im Abendgrauen wieder linksseitig am Neckar nach Neckarsulm gefahren.

Auf der rechten Seite befindet sich dann ein großes Kraftwerk, was aber kein Atomkraftwerk ist.

In Neckarsulm war es dann schon dunkel als ich ankam – meine Unterkunft war nicht weit vom Neckartalradweg weg. Ich ruhte mich aus für die letzte Neckarsstrecke, die gleichzeitig die längste Etappe sein sollte.

Und dann hatte der Wetterbericht auch noch Regen für meine morgige Tour am Neckar entlang vorausgesagt. Aber ich bin ja nicht aus Zucker!

4 Gedanken zu „Der Neckarradweg. 3. Etappe. Von Stuttgart (Bad Cannstatt) nach Neckarsulm“

  1. Hallo Markus,
    bei deiner Etappe zwischen Stuttgart und Heilbronn kommst du durch Marbach nicht Marburg.
    Da ich in Marbach geheiratet habe bin ich mir da ziemlich sicher 🙂
    Das hessische Marburg ist aber auch ein schönes Städtchen und allemal einen Besuch wert!
    Viele Grüße vom Neckartalradweg aus Remseck
    Olaf

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    • Lieber Olaf,
      das ist vollkommen richtig! Marbach, natürlich! Da muss ich wohl übermüdet gewesen sein. In der Bildbeschreibung war es richtig, lediglich im Text nicht. MarBACH ist wirklich schön. Wie Urlaub und mit Kultur sowieso. Ich habe es korrigiert!

      Viele Grüße nach Remseck aus Tübingen (vom Neckar an den Neckar),
      Markus

      Antworten

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