Der Donauradweg. 4. Etappe. Von Tapfheim bei Donauwörth nach Kelheim (Weltenburg). Ins idyllische Bayern

Die 4. Donauradweg-Etappe war meine 2. Bayern-Donauradweg-Etappe. Die ersten beiden Etappen durch Baden-Württemberg hatte ich schon im März absolviert.

Von Donaueschingen bis nach Ulm ging es damals – einfach auf die Städte klicken, dann könnt ihr meine Donauradweg-Erfahrungsberichte über die Etappen lesen.

Nun im Juni wollte ich 4 weitere Etappen fahren. Mit dem Fahrrad natürlich! Die 1. Bayern-Etappe ging von Ulm nach Tapfheim. Das ist nicht weit von Donauwörth. Diese hatte ich schon unter diesem Link beschrieben.

Nun wollte ich an meinem 2. Tag hier in Bayern schließlich von ebenjenem Tapfheim nach Kehlheim kommen.

Erstmal musste ich dazu nach Donauwörth kommen. Das war nur noch 10 Kilometer entfernt.

Man fährt hier erstmal die Straße weiter. Später biegt man dann nach links ab, um noch etwas an der Donau entlang zu fahren.

Es begenet einem der Fluss Wörnitz. Das ist ein Zufluss zur Donau, der in Donauwörth in sie mündet. Man überquert die Wörnitz-Brücke und kommt so nach Donauwörth hinein.

Rieder Tor Donauwörth am Donauradweg und an dem Via Claudia Augusta
Donauwörth am Donauradweg. Hier beginnt übrigens auch der Claudia-Via-Augusta-Radweg in Richtung Venedig. Ich bin aber gen Kelheim weitergefahren!

Von Donauwörth nach Ingolstadt: Eine idyllische bayrische Stadt nach der andern

Donauwörth ist wieder so ein bayrisches katholisches Städtchen. Es liegt jedoch noch im bayrischen Schwaben.

Von Donauwörth geht es nach Marxheim dann ziemlich den Berg hoch. Und davor auch wieder herunter. Das ist eigentlich die höchste Erhebung, an die ich mich auf dem Donauradweg bisher erinnern kann.

Marxheim streift man dann fast nur und ist bald wieder in der Natur. Die Strecke hier ist wirklich schön und man ist fernab von Straßen. Man fährt gar ein Stück durch den Wald (auch wenn es hier sehr bergauf ging, das war ca. 10 Kilometer vor Neuburg an der Donau).

Marxheim Stadtschild Donauradweg-Erfahrungsbericht
Wenn man dieses Schild sieht, dann hat man es geschafft: Den Berg und die Abfahrt nach Marxheim. Hat das eigentlich irgendwas mit Karl Marx zu tun? 🙂

Allerdings, als ich gefahren bin, musste ich auch einen gewissen Umweg fahren. Zumindest war eine Umleitung angeschrieben (Juni 2017). Kurz vor Neuburg an der Donau hat man die Flussseite gewechselt und ist nun rechtsseitig – nicht mehr linksseitig – an der Donau entlang gefahren.

Neuburg an der Donau ist mir bei meinem Donauradweg-Erfahrungsbericht schon etwas in Erinnerung geblieben. Und zwar vor allem deswegen, weil es dort einen Weg gibt, der “Zur Hölle” heißt.

Die Bayern kennen also nicht nur den Himmel, sondern auch die Hölle! Unglaublich.

Anschließend geht es ein Stück geradeaus an der Straße – und man kommt wieder auf Feldwegen in die Natur. Ein Highlight war noch das Schloss Grünau am Ende von Neuburg an der Donau. Doch da ging es schon in die Natur hinaus Richtung Weichering.

Lustig auf der Fahrt war, dass man manchmal immer die gleichen Leute trifft. In Donauwörth hatte ich das erste Mal zwei Leute getroffen, die wohl von einem Polizeisportverein kamen.

Sie waren schneller als ich, machten aber wohl mehr Pausen, so dass ich sie bis vor Weichering immer wieder einholte. Dort aber überholten sie mich und waren weg.

Noch lustiger war es dann als ich sie am nächsten Tag in Kelheim-Weltenburg in der gleichen Unterkunft wie der meinigen getroffen habe! Sie frühstückten dort – und hatten ebenfalls wie ich dort übernachtet. Es gibt allerdings hunterte von Unterkünften entlang der Donau-Fahrradstrecke.

Es ging nun also in Richtung und schließlich direkt durch Weichering und es war dann nicht mehr weit bis ins schöne Ingolstadt.

Ingolstadt ist eine Stadt mit Geschichte und hat auch diese bayrische Idylle, wie auch Neuburg an der Donau oder das noch folgende Regensburg. Aber es hat auch eine krasse Autoindustrie, die gerade wegen Dieselskandal wohl in der Krise sein soll.

Der Weg bis nach Ingolstadt hinein war relativ gerade und klar. Es ging auf Schotterweg entlang. In Ingolstadt habe ich mich dann etwas mit der Beschilderung vertan, bin aber gut durch die Stadt gekommen.

Es war sehr viel los auf dem Donauradweg an diesem sonnigen Sonntag. Man merkt deutlich wie beliebt der Weg ist. Viele E-Bikes fahren hier inzwischen, aber man sieht auch einige Tourenrader.

Ich habe das alte Rathaus und auch das Kloster kurz angeschaut und schon ging es gleich weiter. Denn sehr viel Zeit hatte ich eben auch nicht, wenn man ca. 120 Kilometer an diesem Tag schaffen muss.

Ingolstadt altes Rathaus auf meinem Donauradweg-Erfahrungsbericht gesehen.
Hier auch ein Schmankerl meines Donauradweg-Erfahrungsbericht: Das alte Rathaus in Ingolstadt.

Letztes Stück meines Donauradweg-Erfahrungsberichts: Von Ingolstadt nach Kelheim-Weltenburg

Ab Ingolstadt war ich recht gut drauf, weil ich wusste: Ich würde es zu einer angemessenen Zeit nach Weltenburg (Kelheim) schaffen.

Ich sang ein neues Lied, das hieß: Ja, das schöne Bayern. Wobei ich “Bayern” in einer tiefen Death-Metal-Stimme sang. Das Lied wird bestimmt lustig, wenn es in den nächsten 10 Jahren einmal fertig ist.

Ich gehe fest davon aus, dass es Bayern in 10 Jahren immer noch geben wird.

Nun musste und wollte ich Strecke machen. Ich hatte etwas getrödelt nach Ingolstadt und vielleicht etwas zu viel gesungen. 🙂

Es folgte noch Vohburg an der Donau und Neustadt an der Donau. Es ging jetzt oft ziemlich direkt an der Donau entlang, was ich ja immer toll finde. Das klebt sich immer so in die Seele und entspannt.

Der Kur-Ort Bad Gögging ist mir noch in Erinnerung geblieben, weil dort eben alles so auf römisch gemacht wurde. Und tatsächlich haben eben vor 2.000 Jahren hier auch Römer gelebt und geherrscht.

Bad Gögging vor der Römerbad Klinik am Donauradweg
Das ist Bad Gögging und wenn man das sieht, so hat man es fast nach Weltenburg geschafft!

Mein Donauradweg-Erfahrungsbericht geht also fast wieder dem Ende zu. Jetzt musste es noch über die Felder von Bad Gögging nach Weltenburg gehen. Unglaublich viele Fliegen hatte es hier.

Wichtig war es durch die Nase zu atmen. Denn als Vegetarier darf ich ja gar keine Fliegen essen. Als Fleischfresser hat man vielleicht mit Fliegenessen nicht so die Probleme. Ein Klassiker auf dem Fahrrad.

Bis Kelheim musste ich an diesem Abend nicht mehr fahren. Weltenburg ist zwar ein Ortsteil von Kelheim, liegt aber 7 Kilometer davor.

Ich hatte es also geschafft, bog links ab zu meiner Unterkunft ins kleine und feine Weltenburg. Das Kloster würde ich mir morgen anschauen.

Donau Radweg Weltenburg Kelheim
So sieht es am Sommerabend kurz vor Weltenburg aus. Wunderschön! Ich habe meine Radtouren-Etappe geschafft!

 

 

2 Gedanken zu „Der Donauradweg. 4. Etappe. Von Tapfheim bei Donauwörth nach Kelheim (Weltenburg). Ins idyllische Bayern“

  1. Man kann beim Radfahren gar nicht zu viel singen. Ich bin gespannt auf den neuen Song. Ich hoffe, dass ich ihn in zehn Jahren auch mal hören werde.

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