Der Donauradweg. 5. Etappe. Von Kelheim (Weltenburg) nach Deggendorf

Diese Etappe war meine persönliche Königsetappe auf dem bayrischen Donauradweg.

Denn ich würde nun fast 150 Kilometer fahren! Von Kelheim-Weltenburg bis nach Deggendorf. Auch ein paar Steigungen waren mit dabei, was diese Etappe zusätzlich erschwerte.

Insgesamt sprechen wir hier von meiner 5. Donauradweg-Etappe und der dritten hintereinander. Die ersten beiden hatte ich schon im März absolviert (Donaueschingen – Ulm).

Die ersten 4 Etappen waren die folgenden:

Nun also über Regensburg und Straubing fast 150 Kilometer bis nach Deggendorf. Eine Herausforderung, die ich gerne annahm!

 

Von Kelheim-Weltenburg nach Regensburg

Zuerst einmal musste ich von Kelheim-Weltenberg nach Kelheim kommen. Das war schon eine gewisse Herausforderung, weil man eine Steigung überwinden musste.

Herunter ging es zwar dann auch wieder, aber die Steigung war schon ziemlich heftig. Ich würde sie schon in die höhere Kategorie einordnen.

Kloster Weltenburg bei Kelheim mit meinem Fahrrad - nahe dem Donauradweg
Das Kloster Weltenburg und mein sehr gutes Fahrrad.

Nach dem kurzen obligatorischen Besuch des Klosters von Kelheim-Weltenburg ging sie los, die Steigung. Erstmal durch den Ort Weltenburg den Berg hochfahren, bevor man links in den Wald einbiegt.

Hier ist es weiter hügelig. Man fährt auf Schotter durch den Wald. Bergab geht es dann erst wieder, wenn man den Schotter verlässt und auf der Straße landet.

Nachdem man schließlich wieder den Berg abgefahren ist, kommt man bald in den schönen Ort Kelheim. Dabei überquert man noch die Donau über eine Brücke.

Hier muss man sich konzentrieren, wenn man gleichzeitig der Beschilderung folgen will und auch auf den Straßenverkehr achten muss. Ich finde in der Stadt sollten sie die Beschilderung noch besser machen. Wobei man insgesamt sagen muss, dass die Donauradweg-Beschilderung durchaus sehr professionell ist.

Kelheim und die Donau am Donauradweg
Wunderbares Kelheim mit der noch wunderbareren Donau.

Der Donauradweg führt dann direkt durch die Fußgängerzone Kelheims (man darf dort im Schritttempo fahrradfahren, wenn ich mich recht erinnere).

Man kommt durch das Altmühltor und ist nun auf einen Platz, von dem aus man die Altmühl sehen kann.

Diesen Platz kannte ich schon von meiner Altmühltalradweg-Tour im April. Hier kommt man sozusagen an, wenn man den Altmühltalradweg beendet hat. Ich bin damals aber noch weiter zu dem Ort, wo die Altmühl in die Donau fließt.

Hier in Kelheim mündet nämlich die Altmühl in die Donau und man fährt hier auch am Donauradweg auch ein Stück an der Altmühl entlang. Allerdings linksseitig. Jetzt musste ich erstmal die Altmühl über eine Brücke überqueren.

Die Strecke geht nun immer weiter und weiter. Es geht wieder in die Natur hinaus. Hier gibt es auch einige Felsen zu bestauen. Nicht ganz so wie im Naturpark der Donau auf der Schwäbischen Alb. Aber es erinnert schon daran.

Die Altmühl mündet dann erst einmal in die Donau. Der nächste Ort ist dann Saale an der Donau. Von den folgenden Orten bekommt man aber kaum etwas mit, weil man eigentlich immer direkt an der Donau entlang fährt. Erst linksseitig, dann kurz vor Bad Abbach wieder rechtsseitig.

Vor Bad Abbach steht hier irgendwas Lateinisches. Am Donauradweg!
Vor Bad Abbach steht hier irgendwas Lateinisches.

Das ist dann auch der nächste größere Ort – Bad Abbach. Wieder ein Kurort.

Hier habe ich mich irgendwie verfahren oder die Beschilderung kurz übersehen. Jedenfalls bin ich in Richtung Regensburg nicht mehr an der Donau entlang gefahren, sondern über ein paar kleinere Orte, die alle Teil von Pentling sind.

In Pentling lebte der vorletzte Papst Benedikt XVI., der mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger heißt. Hier ist er auch Ehrenbürger und dort gibt es sein ehemaliges Wohnhaus. Dieses ist heute so etwas wie eine Begenungsstätte und kann gar besichtigt werden. Krass!

Da ich das aber nicht wusste, habe ich auf die Schnelle jetzt nicht danach gesucht. Ich wollte endlich nach Regensburg weiter.

In Pentling ging es ziemlich bergauf, bis kurz vor Regensburg die Erlösung kam. Ich habe dann mein Fahrradnavi von Teasi* eingeschaltet, was mich in die Innenstadt von Regensburg gelotst hat.

Regensburg ist auf den ersten Blick eine schöne Stadt. Auch wieder bayrisch-katholisch, mit besonders hergerichteten Kirchen etc.

Besonders der Dom blickt natürlich hervor. Er ist nicht so beeindruckend groß wie in Straßburg oder in Köln. Aber dennoch eben etwas. Sonst gibt es nicht so krasse Dome (was ist da eigentlich die Mehrzahl) hier in Ostbayern.

Hier in Regensburg brauchte ich übrigens etwas, um den Donauradweg wieder zu finden. Man muss hier über die Steinerne Brücke fahren. Ich bin allerdings eine Brücke später gefahren. Auch egal, hauptsache wieder den richtigen Weg gefunden.

Es geht hier auf der linken Donauseite erst durchs Wohngebiet und später wieder unmittelbar und naturnah an der Donau entlang.

Nächstes Ziel: Wörth an der Donau!

Donauradweg - Regensburger Dom
Yolo! Ich so vor dem Regensburger Dom. Groß ist er. Fast sehr groß!

Regensburg nach Straubing

Jetzt wollte ich Strecke machen und beeilte mich, um bald in Wörth zu sein. Ca. 35 Kilometer sind es von Regensburg bis nach Wörth an der Donau.

Von Wörth sah ich nicht viel, lediglich das Schloss Wörth konnte man auch von Weitem nicht übersehen. Nun war in 21 Kilometern mein nächstes Ziel Straubing.

Auch hier wieder: Eine Mischung aus Fahrten durch Dörfer und direkt an der Donau entlang. Wobei jetzt wirklich immer ein Damm davor ist. Hier beginnt wohl das Hochwassergebiet.

2013 hat es um Deggendorf herum kräftiges Hochwasser gegeben. Man sprach auch von einem Jahrhunderthochwasser.

Die Donau ist hier also Fluch und Segen zugleich. Ein Fluch wegen des Hochwassers – und ein Segen wegen der Schifffahrt, der Industrie, aber auch wegen des Tourismus. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der Fahrradtourismus, der immer wichtiger wird, wie ich auch selbst an den vielen Fahrradfahrern an der Donau entlang erkennen konnte.

Nun also war das Ziel Straubing und Straubing ist doch eine etwas größere Stadt, wenn man es mit der hier weitgehend ländlichen Gegend vergleicht.

Die Fußgängerzone Straubings erinnerte mich nun sehr an Kelheim. Auch langgezogen, auch sehr belebt an diesem wunderbaren Sonnentag.

Zufällig habe ich an diesem Tag noch eine gute Tag getan. Einem Paar mit Kind ist ein Bündel Geld heruntergefallen. Ich fuhr zufällig hinterdrein und sah es. Ich rief sie und sie waren recht überrascht, bedankten sich aber dann. Denn es wäre ihnen nicht aufgefallen, dass sie Geld verloren hatten.

Also – check – gute Tat erledigt für diesen Tag. 🙂

Straubing - Donauradweg von Weitem.
Straubing von Weitem.

Puh! 150 Kilometer fast geschafft! Straubing – Bogen – Deggendorf

In Straubing merkte ich nun, dass ich es schaffen könnte und so gegen 21 Uhr in Deggendorf sein würde (was ich schließlich auch schaffte).

Man muss dazu sagen, dass ich ja nicht nur Fahrrad fahre, sondern eben auch Fotos mache oder dazu filme. Das kostet natürlich die ein oder andere Minute, in der ich nicht mit dem Fahrrad vorankommen kann.

Ich hatte sogar einen solchen Zeitpuffer, dass ich noch Essen gehen konnte. Ein paar Kilometer hinter Straubing fand ich schließlich einen gemütlichen bayrischen Biergarten.

Ich aß nun zum dritten Mal hintereinander Kässpätzle. Das ist einfach das einfachste hier für Vegetarier und da muss man nicht groß nachfragen, was drin ist.

Ansonsten ist die traditionelle bayrische Küche ja recht fleischlastig. Und als Fahrradfahrer und Vegetarier brauche ich halt Energie. Also müssen es Kässpätzle sein – und die machen die Bayern sehr, sehr gut!

Es ging nun hinter einem Damm entlang weiter – und später wieder auf Feldwegen bis ins das Städtchen Bogen. Hier war für einen Montag abend recht wenig los, fand ich. Straubing war da viel belebter.

Den Ort muss man durchqueren und fährt nun auf einem Fahrradweg links entlang der Straße. Man kommt aber nach ein paar Kilometern wieder direkt an die Donau.

Hier fährt man jetzt nur noch hinter einem Damm. Mariaposching heißt der Ort, auf dessen Gemarkung man dort fährt. Der Ort zieht sich, obwohl er an sich ein kleines Dorf ist.

Man fährt, man fährt und fährt – und es ändert sich hier recht wenig. Aber dennoch war das eine wunderbare Abendstimmung.

Deggendorf Abendstimmung an der Donau - Donauradweg
Abendstimmung in Deggendorf an der Donau.

Fliegen und Mücken hatte es Unmengen. So ein Abend direkt am Fluss ist halt nicht nur für Menschen idyllisch. Auch die Mücken mögen das gerne.

Es ging nun nur noch an der Donau entlang.

Puh! Ich hatte es also nun geschafft um 21 Uhr hier in Deggendorf zu sein – und wurde sehr freundlich begrüßt. Meine Unterkunft war sehr groß – und sie hatten wohl oft Donauradweg-Fahrer dabei.

Das gröbste hatte ich also schon hinter mir. Nach 150 Kilometern heute, würden es morgen nur noch ca. 60 Kilometer sein. Ziel war nun noch Passau.

 

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2 Gedanken zu „Der Donauradweg. 5. Etappe. Von Kelheim (Weltenburg) nach Deggendorf“

  1. Von Weltenburg nach Kelheim empfiehlt sich das Schiff. Damit vermeidest du nicht nur die krasse Steigung, die kurze Bootsfahrt durch den Donaubruch ist ein richtiges Highlight. Für mich die schönsten 10 Minuten auf der Strecke Ulm – Regensburg.
    Danke für die vielen Tips!
    Andreas

    Antworten
    • Hallo Andreas,

      auch danke für den Tipp! Beim nächsten Mal werde ich das mal ausprobieren. Ist bestimmt superschön. Am Kloster Weltenburg war ich ja schon, bin dann aber mit dem Fahrrad zurück…

      Beste Grüße,
      Markus, der Radtouren Checker

      Antworten

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