Der Donauradweg. 2. Etappe. Von Scheer nach Ulm. Feldwege und Gegenwind

Im Gegensatz zur 1. Etappe des Donauradwegs war dieser Part landschaftlich nicht so spannend. Wenn ich ehrlich bin. Spaß gemacht hat es trotzdem!

Man fährt vielerorts über Feldwege und verlässt auch die Donau öfters. Mit Gegenwind sind diese Feldwege dann doch etwas schwerer zu bezwingen.

Aber klar: Das Donautal um Beuron, das ich auf der 1. Etappe besucht habe, ist halt auch einer der schönsten Orte der Welt. Das ist einfach schwer zu toppen.

Den ersten Teil des Donauradwegs findet ihr unter diesem sehr guten Link! Mein erster kleiner Erfahrungsbericht für den Donauradweg!

Mein erstes größeres Ziel auf der 2. Etappe war Riedlingen. 25 Kilometer sind es ca. von Scheer nach Riedlingen.

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Voll ruhig hier am Sonntag. Von Scheer über Mengen nach Riedlingen.

Sonntag morgen im März ist der Donauradweg noch nicht so mega-befahren. Soweit ich mich erinnere, habe ich dort keine Fahrradfahrer getroffen.

Es geht erst durch Mengen, das ich heute zwei Mal besuchen würde. Nach meinem Ziel in Ulm würde ich gleich mit dem Zug zurück nach Mengen fahren, um wieder nach Scheer zu kommen.

Mengen hat einen Bahnhof, während der in Scheer vor ein paar Jahren anscheinend abgebaut wurde. Schlecht!

Der Weg zwischen Mengen und Riedlingen ist schon noch recht schön. Auch nach Riedlingen hat man noch tolle Natur.

Der erste Ort nach Riedlingen ist dann Zell. Auch so ein Ort mit krasser Kirche an der Donau (St.-Gallus-Kirche) und so. Hier war der Weg wiede richtig fett überschwemmt. Wieder, schreibe ich, weil ich das auf der 1. Etappe des Donauradwegs das auch erlebt habe.

Man konnte aber gut durch das Dörflein herumfahren und war dann wieder auf dem offiziellen Weg.

Überschwemmung des Donauradwegs bei Riedlingen-Zell Erfahrungsbericht für den Donauradweg

Ich frage mich halt wirklich, wie das ist, wenn es richtig regnet. Dann sind wahrscheinlich viele Teile des Donauradwegs hier nicht befahrbar. Man muss dann Umwege finden.

Was aber positiv ist: Auf diesen überschwemmten Wegen und auch überschwemmten Wiesen siedeln sich Vögel an. Man hat hier noch richtig das Gefühl, dass die Donau hier in Ruhe gelassen wird – und die Natur hier ihre absolute Freiheit hat.

Wahrscheinlich wird das nicht 100%ig so sein. Der Mensch tut auch dort etwas, wo es natürlich aussieht. Aber dennoch gibt es hier am Start der Donau in Baden-Württemberg oft eine gewisse Ursprünglichkeit.

Diese Ursprünglichkeit hat die Donau sicherlich in Bayern, Österreich und Osteuropa nicht mehr in dem Maße. Schon allein, weil hier mehr Flußbegradigungen stattgefunden haben. Außerdem gibt es ab Ulm wohl schon Schifffahrt.

Und irgendwann natürlich auch Industrieschifffahrt. Da ist es dann halt aus mit der reinen Natur. (Beim Schreiben erinnere ich mich an Heinz Ratz, den Musiker, der im Jahr 2009 als politische Aktion durch alle möglichen Flüße geschwommen ist. Seine Band heißt Strom & Wasser.)

Aber weiter: Man kommt nun zu einer sehr schönen und besonderen Brücke. Diese führt über die Donau und man fährt nun am Zug entlang.

Es ist etwas eng dort. Mir kam auch ein Radfahrer entgegen. Ich bin dann sicherheitshalber abgestiegen.

Aber irgendwie mag ich solche Brücken. Keine Ahnung warum.

Es kommen nun Orte wie Rechtenstein und Untermarchtal. Man ist hier spannenderweise nicht mehr weit vom Landkreis Reutlingen (Hayingen und Zwiefalten gehören dazu). Deshalb gibt es hier auch Zwiefalter Bier! Lecker!

Zugbrücke bei Zell bei Riedlingen
Eine irgendwie coole Zugbrücke bei Zell. Ortsteil von Riedlingen.

Mucho Viento! Oder auf deutsch: Scheiß Gegenwind! Von Riedlingen nach Ehingen an der Donau

Ja, der Gegenwind war wirklich enorm. Nicht so schlimm wie in Spanien auf meiner Europaradtour. Den Erfahrungsbericht könnt ihr hier lesen. Hier lernte ich den Ausruf Mucho Viento! (Viel Wind) kennen.

Aber doch nicht schlecht war der Wind!

Das Wetter war wirklich den ganzen Tag super. Richtiges Frühlingswetter, so wie ich es mag. Aber Gegenwind macht einfach zu schaffen. Ich habe immer wieder versucht mit kleinen Sprints gegen ihn anzukämpfen.

Aber da muss man vorsichtig sein. Nicht dass man seine komplette Kraft verliert.

Wichtig ist dabei auch das Essen!

Sonntag kann die Essensbeschaffung ja auch immer etwas problematisch sein. In Munderkingen hatte nun aber ein Döner auf. Das war sehr praktisch.

Ich bin zwar Vegetarierer, aber Käse im Fladenbrot macht auch was her und stillte kurz meinen Kohlenhydrate-Durst. Der ist bei und nach solchen Radtouren wirklich immer enorm!

Von Munderkingen sind es dann nur noch so 12 Kilometer bis Ehingen.

Erfahrungsbericht für den Donauradweg: Ehingen an der Donau
Der Marktplatz in Ehingen an der Donau (33 Kilometer vor meinem Ziel am Ulmer Münster).

Fast geschafft! Jetzt nach Ulm! Von Ehingen ans Ulmer Münster

In Ehingen hatte ich dann das Gefühl. Okay, jetzt habe ich es eigentlich geschafft. Dieses Gefühl macht die Beine einfach nochmal leicht.

Von Ehingen nach Ulm sind es entlang des Donauradwegs noch so ca. 30 Kilometer mit dem Fahrrad.

Der Weg geht hier wieder nicht so oft direkt an der Donau vorbei, was ich etwas bedauere.

Einmal habe ich mich auch etwas verfahren und bin von der eigentlichen Donauradweg-Strecke abgekommen. Aber schnell hatte ich den Weg wieder gefunden.

Erst wenn man kurz vor Ulm ist, so in Erbach 5 Kilometer cor Ulm, ist man wieder direkt an der Donau. Zuerst ist man von der Donau noch durch einen Deich getrennt, aber dann gibt es wieder eine schöne Promenade.

Später fährt man dann nach Ulm rein und ist auch wieder auf einer Promenade, auf der bei diesem schönen Wetter ziemlich reger Verkehr war. Sowohl Fußgänger als auch Fahrradfahrer.

Wobei Fußgänger und Fahrradfahrer sich einen schmalen Streifen teilen müssen. Das führt dazu, dass die Fußgänger nicht so die Verkehrsregeln beachten und ständig auf dem Radweg herumhopsen. War ziemlich knifflig manchmal.

Das bestätigt übrigens meine Meinung, die ich auch im Tübinger Gemeinderat vertreten habe. Wir hatten gerade letzte Woche im März 2017 eine Abstimmung über eine Fahrradbrücke und hier wurde eine strikte Trennung (sogenannter Shared Space) zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern durchgesetzt. Das finde ich sehr gut.

Aber dazu schreibe ich ein andermal. Jetzt war ich erstmal in Ulm und bin an der Donau-Promenade, weil die schön war, aus Versehen am Ulmer Münster vorbeigefahren.

Ich bin dann nochmal zurück. Habe ein paar Photos und Fimaufnahmen gemacht. Das ist ja immerhin die höchste Kirche der Welt. Es ist schwierig sie fotografisch einzufangen.

Und schwupps ging es mit dem Zug zurück nach Scheer und später wurde mein Fahrrad und ich mit dem Auto in die Heimat nach Tübingen mitgenommen!

Im Sommer möchte ich den 400 Kilometer langen Donauradweg in Bayern fahren. Dann gibt es noch den ein oder anderen Erfahrungsbericht für den Donauradweg!

Erfahrungsbericht für den Donauradweg: Der Ulmer Münster
Am Ziel! Am Ulmer Münster! Da soll es dann weitergehen, wenn ich den bayrischen Radwanderweg in Richtung Neu-Ulm starte (bis Passau).

2 Gedanken zu „Der Donauradweg. 2. Etappe. Von Scheer nach Ulm. Feldwege und Gegenwind“

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