Donauradweg Österreich. 3. Etappe von Emmersdorf nach Wien – von der Weinregion Wachau in die Weltstadt

Die ersten beiden Etappen des österreichischen Donauradwegs war ich gefahren. Nun sollte die letzte kommen. Das Ziel war die Weltstadt Wien. Und das kann man wirklich sagen. Denn diese Stadt hat eine wunderbare Lebensqualität. Auch für Radfahrer*innen ist sie recht gut geeignet.

Mein Start war in der Wachau in Emmersdorf. Organisiert wurde die Reise wieder – wie der gesamte österreichische Donauradweg – von Eurobike, einem Radreiseanbieter. Der macht das Reisen einfacher: Man hat einen Gepäckservice, die Hotels sind gebucht und bei einer Panne kann man auch um Hilfe bitten.

Meine bisherigen Etappen und Radtouren am Donauradweg will ich hier auflisten. Der deutsche Donauradweg beginnt in Donaueschingen und endet in Passau:

Deutschland:

Österreich:

Emmersdorf an der Donau - Donauradweg Österreich
Emmersdorf an der Donau – von dort aus ging es los. Hier beginnt auch ungefähr (eigentlich bei Melk) die Wachau.

Von Emmersdorf durch die Wachau bis Zwentendorf an der Donau

Emmersdorf ist ein kleiner touristisch orientierter Ort an der Donau. Hier kann man auch gut campen. Ich war jedoch im Hotel aufgewacht und durfte am nächsten Tag durch die Wachau fahren.

Zuerst muss man nach dem Kreisverkehr in Emmersdorf etwas entlang der Straße fahren. Doch bald wird es ruhig und gemütlich. Außerdem hat man einen superguten Blick auf die Landschaft.

Es folgen kleine Dörfer wie Aggsbach Markt oder Willendorf in der Wachau. Jetzt ist man so richtig “drin” in ihr, in der Wachau und einen weiten Blick auf die Weinberge und die von Bergen geprägte Landschaft.

Dies ist wohl das schönste Stück am österreichischen Donauradweg und landschaftlich auch das berühmteste.

Mein erstes Ziel war nun Spitz – 15 Kilometer hinter Emmersdorf -, wo ich eine Weinprobe absolvieren durfte. Auch das war bei den Gutscheinen von Eurobike dabei. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen.

Man fährt erst durch das Weindorf Spitz durch. Hier gibt es viele Hotels und Möglichkeiten zum Einkehren. Es gibt Cafés und Restaurants sowie die Möglichkeit eben auch den von dort kommenden Wein zu probieren.

Meine Weinprobe fand aber ganz am Ende des Dorfes statt im Klosterhof Wachau. Hier war noch wenig los am Vormittag, so dass ich gleich die Weinprobe machen durfte. Es gab drei Sorten Wein, alles Weißweinsorten, die ich probieren durfte. Alle schmeckten vorzüglich – sodass ich gar eine Flasche noch mitnahm zum stolzen Preis von 22€.

Klosterhof Wachau - Weinprobe - Donauradweg nach Wien
Der Klosterhof Wachau. Hier kann man eine Weinprobe absolvieren.

Seit 2000 ist die Wachau übrigens Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Klima hier ist mild und neben der Landschaft, macht es auch Spaß durch die kleinen Dörfer mit engen Gassen zu fahren, auch wenn man dadurch nicht so schnell vorankommt.

Neben Wein wird hier übrigens auch viel Obst angebaut. Bekannt ist die Wachauer Marille, aus der Saft und Marmelade gemacht wird.

Nach Spitz ist der nächste Ort Weißenkirchen an der Wachau, nach einer weiteren Donaukurve kommt dann Dürnstein. Das fällt schon von Weitem durch das Schloss Dürnstein auf, an dem man dann unmittelbar vorbeikommt.

Hierzu ist ein kleiner Anstieg vonnöten. Die Abfahrt geht dann durch eine Fußgängergasse mit vielen touristischen Läden. Nett ist das hier! Da ich aber natürlich Radfahren und nicht schieben wollte, war ich froh wieder aus dem Troubel heraus zu sein.

Spitz Mosinghof - Wachau - Donauradweg nach Wien
Die wunderschöne Wachau! So sieht die Landschaft überall aus!

Das Ende der Wachau ist dann schließlich in Krems. Von Krems hatte ich mir eigentlich mehr erwartet, weil die Stadt ja auch sehr schön sein soll. Der offizielle Donauradweg nach Wien führt aber eben über die Straße von Krems, so dass man eben nichts von der Altstadt sieht.

Dazu hätte ich noch abbiegen müssen. Wer also Krems an der Donau so richtig sehen will, muss den Donauradweg etwas verlassen.

Am Ende fährt man aber auch am Fluss Krems entlang, was schön ist, um dann eben eine massive Donaubrücke zu überqueren.

Fluss Krems - Krems - Donauradweg Österreich
In Krems am Fluss Krems.

Nach dieser Donaubrücke hinter Krems hat man einen wunderschönen Blick auf die Donau, an dem ich mich kaum satt sehen konnte. Die Wachau ist jetzt zwar vorbei, die Landschaft verändert sich, aber auch so ist es wieder wunderschön.

Die Donau wird jetzt immer breiter und breiter. Nun nach Krems fährt man wieder durch bewaldetes Gebiet. Auf der einen Seite die Donau – auf der anderen Seite der Wald.

Nur noch durch Krems-Hollenburg kommt man. Anschließend aber hat man wieder ruhigen Radweg vor sich.

Die Donau hinter Krems am Donauradweg nach Wien
So schön und so weit sieht die Donau hinter Krems auf einmal aus!

Schließlich kam ich am Kernkraftwerk in Zwentendorf an. Ein historischer und wichtiger Ort für die Österreicher*innen. Bis heute!

Denn dieses Kernkraftwerk ging nie richtig in Betrieb. Es gilt als Mahnmal für eine verfehlte Atompolitik. Heute wollen ja viele europäischen Länder raus aus der Atomkraft.

 

Der Donauradweg nach Wien

Neben dem Kernkraftwerk Zwentendorf gibt es heute ein Café und es war sehr belebt hier. Das Kernkraftwerk wird wohl heute nicht mehr nur zur Energiegewinnung, sondern auch für kulturelle Zwecke und für Bildungszwecke verwendet.

Außerdem sind Solarpanels hier installiert, so dass es heute eben um Erneuerbare Energien und nicht mehr um Atomkraftwerk.

Der Ort Zwentendorf ist dann noch 2-3 Kilometer entfernt vom Kernkraftwerk. Ihn sieht man von weitem vom Donauradweg aus betrachtet.

AKW - ehemaliges Kernkraftwerk - Zwentendorf an der Donau - Donauradweg nach Wien
Das alte AKW in Zwentendorf, das heute für verschiedene, auch kulturelle Zwecke genutzt wird. Außerdem sind hier Solarmodule angebracht.

Nach Zwentendorf hat man es wieder ruhig und schön, um schließlich nach Tulln an der Donau zu gelangen.

Tulln ist nun eine größere Stadt und so merkt man auch, dass hier mehr Radfahrer*innen unterwegs sind als in den vorigen kleinen Dörfern.

Zudem liegt Tulln schon fast im Einzugsgebiet von Wien. Bekannt ist Tulln als Garten- und Blumenstadt. Einmal im Jahr findet hier die internationale Gartenbaumesse statt. Man merkt auch den Blumenschwerpunkt, wenn man reinkommt in die Stadt.

Auch hier hat man keinen Verkehr, weil man einfach entlang der Donau fahren kann. Schön ist es hier wirklich.

Tulln an der Donau - Donauradweg nach Wien
Blick in Tulln an der Donau auf den schönen Fluss.

Nach Tulln merkte man nun, dass hier viel mehr los war auf dem Radweg. Wien würde ja bald kommen.

Rennradfahrer, Tourenfahrer, Radtouristen wie ich – alles war unterwegs. Und der Weg war auch jetzt wirklich super und richtig schnell zu fahren.

Von dem nächsten Ort Muckendorf an der Donau sieht man nicht so viel, weil man eben direkt an der Donau fährt.

Nun bei St. Andrä-Wördern hat man wieder mehrere Möglichkeiten: Man kann entweder geradeaus weiter, um über Klosterneuburg zu fahren. Oder man fährt über die Brücke, um auf die Donauinsel in Wien zu gelangen.

Da letzteres genau mein Ziel war und da dort auch mein Hotel war, entschloss ich mich Klosterneuburg auszulassen und auf der linken Donauseite weiterzufahren.

Der Weg war nun etwas von Ästen gesäumt, das war etwas unangenehm. Die Donau hatte diese wohl angeschwemmt und man musste sie umfahren.

10 Kilometer vor Wien schließlich war der Fluss sehr belebt. Es gab viele Menschen hier, die diesen als Freizeitmöglichkeit nutzten.

Ich kam also beim Donauturm in der Nähe meines Hotels an und hatte mein Ziel erreicht. Erst am nächsten Tag würde ich mir dann Wien nochmal genauer anschauen, aber dann war meine schöne Radtour eben schon vorbei.

Ich hatte es geschafft. 310 Kilometer in 3 Tagen. Der Donauradweg in Österreich ist sicherlich nicht der schwerste Radweg aller Flussradwege. Aber doch ist das immer wieder eine Herausforderung, die mir dieses Mal durch den Radreiseanbieter Eurobike erleichtert wurde!

Donauturm im Donaupark in Wien am Donauradweg
Der Donauturm befindet sich im Donaupark. Dort in der Nähe stand auch das Hotel, an dem ich ankam.

Schreibe einen Kommentar