Rheinradweg. 8. Etappe. Von Bonn über Köln nach Krefeld – Industrie, Natur & Stadt

Den Rheinradweg gen Norden zu Ende fahren, das war mein Ziel meiner 4-tägigen Rhein-Herbst-Tour. Dazu startete ich am Rheinradweg Bonn.

Ursprünglich wollte ich in Köln losfahren, aber da ich in Bonn eine coole Location fürs Übernachten gefunden hatte, startete ich in der Nähe des ehemaligen Bundesviertels in Bonn.

In 4 Tagen sollte es von Bonn nach Rotterdam gehen. Das Ende wäre dann im kleinen Küstenort Hoek van Holland.

Wer Lust hat, kann auch meine bisherigen Rheinradtouren nachlesen. Nach dieser Tour hätte ich es von Schaffhausen in der Schweiz bis ans Ende nach Rotterdam geschafft. Was mir dann noch fehlen würde, wäre der Start in der Schweiz von Andermatt über den Bodensee bis nach Schaffhausen.

Hier sind sie. 7 Etappen bisher:

Nun aber zurück zum jetzigen Abschnitt. Erstmal in Bonn gestartet, sollte die erste Etappe über Köln, Neuss (gegenüber von Düsseldorf) nach Krefeld gehen.

Ehemalige Bundestag in Bonn - World Conference Center Bonn - Fahrrad - Rheinradweg Bonn
Der ehemalige Bundestag in Bonn. Das heutige World Conference Center Bonn mit meinem Fahrrad, das davor steht.

Der Rheinradweg Bonn bis nach Köln – ein wunderbarer Start, den ich schon kannte

Den Beginn meiner heutigen Tour kannte ich schon, aber ich wollte unbedingt nochmal nach Bonn, um mich dort umzuschauen.

Schon die Übernachtungslocation war ein Highlight. Ich war in einer Halle mit lauter alten Wohnmobilen. Sehr bunt und schön sah das aus.

Übernachtung Bonn - UN-Campus - Rheinradweg Bonn
Mein Übernachtungsplatz in Bonn in der Nähe des UN-Campus.

Die Halle ist unweit des ehemaligen Bundesviertels, wo noch immer, 19 Jahre nach dem Umzug nach Berlin alte Behörden arbeiten. Der alte Bundestag ist bis 1992 umgebaut worden und sieht im Vergleich zum Reichstag eher klein aus.

Ich mag dieses kleine sogar etwas mehr als Berlin. Aber die Bonner Republik ist halt einfach mal vorbei. Dennoch finde ich es gut, dass hier die Erinnerung an die alte Bundesrepublik so hochgehalten wird.

Der alte Bundestag wird heute so als Konferenzraum genutzt für alles mögliche. Auch als ich vorbeifuhr sah es so aus, dass dort wichtige Diplomaten vor den Eingängen standen.

Dazu fährt man auch am alten Bundesrat vorbei, ist dann aber sofort am Rhein. Die Radstrecke ist hier direkt neben dem Rhein angesiedelt.

Sie ist sehr schön und war an diesem Vormittag noch wenig belebt. Es war auch nicht so warm, aber es kündigte sich ein schöner Herbsttag schon an.

Nach dem alten Bundestag und alten Bundesrat fuhr ich rechts ab und war schließlich an der wunderschönen Rheinpromenade.

Vormittags war hier noch wenig los. Ein paar Jogger waren unterwegs und Spaziergänger. Noch weniger Radfahrer sah ich an diesem wunderbaren Herbsttag.

Nach knapp über 2 Kilometern verlässt man die Rheinpromenade und ist dann nahe der Bonner Innenstadt und auch nahe des Bahnhofs.

Hier steht dann auf einem Wegweiser, dass es noch 36 Kilometer nach Köln sind. Den kannte ich schon vom letzten Mal Rheinradweg Bonn und Köln!

Wenn man hier links abbiegt, kommt man in die Innenstadt. Das Beethoven-Haus ist auch nicht weit weg. Ich sah mir ganz kurz die 500 Meter vom Rheinufer entfernte Innenstadt an und radelte dann aber weiter an der Rheinpromenade.

Bonn hat wirklich was. Aber das Highlight ist schon die Rheinpromenade. Gerade fürs Radfahren optimal. Platz hat man hier, man darf sich halt nur nicht mit den Fussgängern ins Gehege kommen.

Rheinpromenade Bonn - Rheinradweg Bonn- Rhein Bonn
Blick von der Rheinpromenade in Bonn. Blick zurück, nachdem ich von Bonn nach Köln fahre.

Es geht dann schließlich raus aus der Stadt in den Stadtteil Castall und Graurheindorf, wo man die Rheinpromenade verlässt und etwas durch ein Gewerbegebiet fährt. Nun ist es dann für einen kurzen Abschnitt nicht mehr soo schön. Dann eben wenn man den Rheinradweg Bonn dann schließlich verlassen hat.

Aber bald geht es weiter durch das Grüne. In den 3 Ortsteilen von Bornheim (Hersel, Uedorf, Widdig) fährt man noch direkt am Ufer des Rheins.

Kurz hinter Wesseling geht es dann kurz auf die Straße und man muss durch ein Industriegebiet. Das ist die einzige Stelle, die nicht so richtig schön ist. Aber die anderen Stellen des Rheinradwegs zwischen Bonn und Köln mag ich schon sehr gerne.

Interessanterweise sind sie eher ruhig und weniger befahren. Dennoch gibt es hier sehr viel grün und natürlich auch sehr viel Rhein zu sehen.

Nach Sürth und Rodenkirchen kommt man nun an die südliche Altstadt von Köln, wo man vom Rheinufer dann etwas mehr in die Mitte der Stadt wechselt.

Hier war es jetzt richtig belebt. Man befindet sich eben auch in der Nähe des Kölner Doms und damit auch in der Nähe des Bahnhofs.

Auf diesem Weg kurz vor dem Rheinufer vor dem Dom teilen sich Radfahrer und Fußgänger den Platz. Zumindest habe ich das so wahrgenommen, weil hier immer noch Fahrradschilder standen.

Jedoch muss man hier bei einer voll belebten Stadt Schrittgeschwindigkeit fahren. Gut wäre vielleicht, wenn der Radverkehr vom Fußgängerverkehr auch getrennt werden würde.

Aber egal. Hier ist es jedenfalls sehr schön und ich konnte ein kurzes Foto mit mir unter dem schönen Kölner Dom machen. Wieder einmal!

Rheinradweg Köln - Kölner Dom - Reiserad - Radtouren Checker - Vom Rheinradweg Bonn aus hingefahren
Ich so vor dem Kölner Dom mit meinem feschen Reiserad.

Auf der linken Rheinseite von Köln nach Neuss (und nicht rechtsrheinisch nach Düsseldorf)

Nun also ging es aus Köln heraus. Man fährt noch weiter am Rheinufer und der Fussgängerverkehr lässt langsam nach. Dadurch fährt man wieder etwas entspannter – nur natürlich auch schneller.

Man kommt durch Nippes verlässt den Rhein etwas (ist hier unweit des Kölner Zoos). Und für eine Großstadt war es nun wieder erstaunlich ruhig.

Durch Niehl fährt man nun an den Fordwerken vorbei. Das war sicherlich das unschönste Stück der Strecke. Ich verfuhr mich hier auch einmal. Aber eigentlich war hier der Rheinradweg ganz ok ausgeschildert.

Nicht ganz so perfekt und nicht ganz so klar, aber ok. Einmal Verfahren nimmt man dadurch in Kauf.

Zwar ist es interessant durch die Fordwerke zu fahren, aber ästhetisch natürlich kein besonderes Highlight.

Schön wird es erst wieder, wenn man dann in Merkenich ist (auch noch Teil von Köln). Hier könnte man schon auf die rechte Rheinseite wechseln und über Leverkusen nach Düsseldurf fahren.

Ich entschied mich aber dafür strikt links zu fahren. Man hat hier eben vielfältige Möglichkeiten, da eben interessante Städte wie Düsseldorf rechts liegen.

Mein Ziel war aber jetzt Dormagen und später noch Neuss.

Es folgt noch Worringen und das gehört immer noch zu Köln. Hier geht es an der Straße entlang mit viel Verkehr. Man ist aber gleich wieder draußen, wenn man in Richtung Dormagen fährt.

Es folgt der Chemiepark Dormagens, den man aber nur von Weitem wahrnimmt. Der Radweg hier entlang fand ich sogar recht schön.

Von Dormagen habe ich jetzt auch nicht viel gesehen. Man hätte in die Stadt mehr hineinfahren müssen, wofür ich jedoch keine Zeit hatte.

Man kommt nun an so schönen Stellen vorbei wie bei der Gaststätte zum Rheinufer in Zons. Hier könnte man den Rhein übrigens auch übequeren, um nach Düsseldorf zu gelangen.

Vor Neuss hätte man nun auch nochmals die Möglichkeit gehabt nach Düsseldorf zu wechseln. Das wäre bei Uedesheim gewesen.

Über eine große Rheinbrücke mit Namen “Fleher Brücke” wäre man auf die Düsseldorfer Seite gelangt. Ich entschied mich aber für den linksrheinischen Radweg.

Am Ende landet man in Neuss und das ist eigentlich eine ganz nette Stadt mit vielen grünen Parks und einer schönen Innenstadt, die ich aber nur streifte.

Fußgängerzone Neuss am Rhein
Die Fußgängerzone in Neuss.

Weiter linksrheinisch von Neuss nach Krefeld

Von Neuss aus wollte ich nun, dem Rheinradweg folgend, weiter nach Meerbusch. In die Richtung fuhr ich auch, doch ich merkte, dass mir die Zeit etwas davon lief.

Mein Übernachtungsplatz war heute in Krefeld in der Innenstadt. Direkt am Rhein liegt aber nur der Stadtteil Uerdingen, der eben zu Krefeld gehört.

Von daher fuhr ich bis nach Heerdt, was ein linkssrheinischer Teil Düsseldorfs ist. Von hier aus konnte ich auf die Stadt Düsseldorf mit Fernsehturm etc. blicken. Sah sehr schön aus, so am Rhein.

Düsseldorf - Fernsehturm - Rheinradweg von Heerdt aus
Düsseldorf von Weitem aus betrachtet – von Heerdt aus. Blick von linksrheinisch auf rechtsrheinisch.

Doch dann verließ ich den offiziellen Rheinradweg und fuhr einfach strikt nach Fahrradnavi.

So fuhr ich nicht durch Meerbusch durch, was ich aber verkraften konnte.

Gefühlt ging es jetzt eigentlich nur geradeaus bis Krefeld. Es gab hier Fahrradwege und ich fuhr auch etwas über die Felder.

Es war jetzt schon dunkel. Deshalb sah ich nicht mehr so richtig viel. Aber ich kam gut in Krefeld an und es gab dann anschließend erstmal eine leckere Pizza.

Am nächsten Tag würde ich allerdings erstmal wieder zum Rhein fahren müssen. Von Krefeld zum Krefelder Orsteil Uerdingen. Bekannt u.a. durch den KFC Uerdingen, einem Fussballclub, der immerhin schon einmal DFB-Pokalsieger war (1985).

7 Kilometer war ich in Krefeld ca. vom Rhein in Uerdingen entfernt. Alles also durchaus machbar. Am nächsten Tag wollte ich dann an die niederländische Grenze nach Kleve fahren.

Krefeld Uerdingen - Rhein - Industrie - Rheinradweg
So schön kann die Industriestadt Krefeld-Uerdingen aussehen, wenn man auf den Rhein blickt. Hier würde ich am nächsten Tag losfahren.

4 Gedanken zu „Rheinradweg. 8. Etappe. Von Bonn über Köln nach Krefeld – Industrie, Natur & Stadt“

  1. Du hättest durch Zons fahren sollen – ein kleines mittelalterliches Dorf und dann mit der Fähre übersetzen nach Düsseldorf-Urdenbach…dort führt auch ein rechtsrheinischer Radweg größtenteils entlang des Rheins durch den Düsseldorfer Medienhafen und vorbei an der Düsseldorfer Altstadt..noch ein bisschen stadtauswärts und du bist auf den Rad-Highway nach Düsseldorf Kaiserswerth mit der Kaiserpfalz und der Möglichkeit, wieder mit der Fähre überzusetzen, um linksrheinisch über Krefeld-Uerdingen in Richtung Xanten (ein Besuch lohnt sich) zu fahren …das Industriegebiet linksrheinisch zwischen Bonn und Köln hat mich im letzten Jahr auch genervt, rechtsrheinisch soll besser sein

    Antworten

Schreibe einen Kommentar