Rheinradweg. 4. Etappe. Von Karlsruhe nach Ludwigshafen bzw. Mannheim

Nach 4 Monaten Pause wollte ich nun meine Radtour am Rhein fortsetzen. Die erstem drei Etappen zwischen Schafhausen (Schweiz) und Karlsruhe hatte ich schon im Mai absolviert.

Nun sollten vier weitere hinzukommen: Mit Start in Karlsruhe und Ziel in Köln.

Der Rheinradweg verlässt nun die badisch-französische Grenze und man fährt nun nach Rheinland-Pfalz hinein (wobei ich mich verfahren hatte, aber das ist eine andere Geschichte, die ich gleich noch erzähle).

Mein Ziel war es an diesem Tag mit Start in Karlsruhe über Speyer schließlich nach Ludwigshafen und Mannheim zu gelangen.

Meine bisherigen Etappen waren im Übrigen:




Verfahren und doch irgendwie angekommen: Radtour am Rhein von Karlsruhe nach Germersheim

Start meiner heutigen Radtour am Rhein war nicht die Innenstadt von Karlsruhe, sondern der Außenbereich.

Karlsruhe wurde nicht direkt am Rhein gebaut. Die Ursprünge der Stadt sind eher in Durlach und im 18. Jahrhundert wurde dann Karlsruhe als Planstadt errichtet. Der Rhein spielte da wohl nicht so eine große Rolle. Er ist eher im Außenbereich der Stadt.

Deshalb muss man vom Karlsruher Bahnhof erstmal 6 Kilometer fahren, um an den Rhein zu kommen. Mein Start war da, wo ich das letzte Mal aufgehört hatte.

Das ist in Daxlanden-Rappenwört. Dort ist ein Strandbad und eine recht ruhige Gegend. Von hier aus sollte es losgehen.

Rheinstrandbad Rappenwört - Karlsruhe-Daxlanden. Start meiner Radtour am Rhein.
Start in Karlsruhe-Daxlanden am Rheinstrandbad Rappenwört.

Man kommt kurz nach dem Strandbad an einem Kraftwerk vorbei und dann an einem Industriehafen. Über eine Treppe kommt man auf eine Rheinbrücke. Hier überqert manaber lediglich einen Rheinarm, der im Hafen liegt. Man wechselt die Rheinseite nicht.

Diese sollte dann erst in Karlsruhe-Maxau gewechselt werden. Doch irgendwie habe ich die Schilder übersehen oder falsch interpretiert. Ich hätte rüber müssen und wäre in Rheinland-Pfalz in Wörth am Rhein gelandet. Das liegt auf der linken Rheinseite.

Doch ich fuhr fälschlicherweise auf der rechten Rheinseite weiter. So war ich etwas verwirrt wie es nun weitgergehen sollte.

Ich fuhr jetzt frei Schnauze in Richtung Eggenstein-Leopoldshafen und dann nach Linkenheim-Hochstetten. Ich schaute immer wieder auf Navigationsgerät und auch auf mein GPS-Gerät.

Leider fand ich den Rheinradweg nicht mehr. Das ist auch kein Wunder, da der offizielle Weg eben nun linksrheinisch entlang führt.

Dann gab ich einfach ein, dass mich das Fahrrad-Navi (von Teasi)* nach Germersheim führen sollte. Das war die nächste größere Stadt auf der linken Rheinseite.

Und das klappte. Ab Germersheim war ich endlich wieder auf dem richtigen Radweg. Beruhigend.

Von Germersheim selbst sah ich aber irgendwie nichts Relevantes (außer den Rhein selbst). Ich fuhr einfach dem Rheinradweg entlang und der ging entlang der Straße.

Jedenfalls war ich wieder richtig. Nächster Halt meiner Radtour am Rhein würde nun Speyer sein.

Germersheim Rheinbrücke Rheinradweg
Hier bin ich auf einer Rheinbrücke wieder auf dem Weg zum richtigen Rheinradweg. Nach Germersheim.

Wieder auf dem richtigen Rheinradweg von Germersheim über Speyer nach Ludwigshafen (und später noch Mannheim)

Speyer (Rheinland-Pfalz) ist auch noch ein Stück von Germersheim entfernt. 22 Kilometer sind das zu fahren.

Ich trat jetzt richtig in die Pedale. Es war nämlich schon spät und durch das Verfahren hatte ich viel zeit verloren.

Im Übrigen habe ich persönlich den Eindruck, dass der Rheinradweg ab Karlsruhe und auch ab Germersheim nicht mehr so ästhetisch und idyllisch ist wie von Südbaden bis Nordbaden. Das ist der Weg von Weil am Rhein nach Karlsruhe.

Meistens befindet man sich nach Germersheim hinter einem Damm, der einen vom Anblick des Rheins trennt. Oder man ist ein paar hundert Meter entfernt, z.B. durch Wald und Wiese.

In Baden dagegen ist man zumeist auf dem Damm gefahren und hatte so den Rhein direkt vor sich. Das war eben wirklich beeindruckend.

Daher sieht man den Rhein oft nicht. Auch als ich am Atomkraftwerk in Philippsburg vorbeifuhr, war dieses ein Stück weit weg. Das befindet sich auf der anderen – der badischen – Rheinseite.

Wenn man es hätte näher sehen wollen, so muss man nach rechts abbiegen müssen, was ich aber nicht getan habe. Ich hatte keine Zeit und wollte schnell in Speyer sein.

Speyer ist eine Technikstadt. Wenn man hier hineinkommt, ist es erstmal vorbei mit der Idylle. Es gab dort viel Autoverkehr.

Speyer Technikmuseum Rheinradweg - Eingang mit Rakete
Speyer Technikmuseum. Eingang.

Jedoch, was interessant ist, es gibt dort ein Technikmuseum, das man auch von der Autobahn aussieht (die ist auf der anderen Seite der Stadt – ich bin dort schon öfters vorbeigefahren).

Man sieht Flugzeuge, Schiffe und auch so militärisches Zeugs. Ist jedenfalls bestimmt interessant. Da es bald dunkel werden würde, ging ich aber nicht hinein und fotografierte nur etwas von außen.

Von Speyer bis Ludwigshafen sind es dann noch ca. 30 Kilometer, wieder sehr viel hinter Dämmen und auch ein Stück vom Rhein weg. Wenn man will kann man ab Altrip auch mit der Fähre fahren.

Ich jedoch fuhr bis nach Ludwigshafen und dann über die Konrad-Adenauer-Brücke nach Mannheim rein. Es war schon dunkel als ich ankam und meine heutige Radtour am Rhein beenden würde.

Mannheim und Ludwigshafen sind Industriestädte. Dennoch sehen beide von Weitem spektakulär aus, wie ich finde, so wie sie am Rhein emporragen. Irgendwie beeindruckend.

Radtour am Rhein - Von Altrip nach Mannheim guckend
Aufgenommen in Altrip. Blick in Richtung Mannheim. Ludwigshafen ist nicht mehr weit, wenn man hier ist.

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Ein Gedanke zu „Rheinradweg. 4. Etappe. Von Karlsruhe nach Ludwigshafen bzw. Mannheim“

  1. Jaja, die pfälzischen Radwege vs. die badischen Kieswege… bei diesem Thema war meine Familie geteilter Meinung.
    Ich schließe mich dem Radtourenchecker an, ich fand die badischen Kieswege cooler. So eine lange Strecke so dicht am Rhein zu fahren, das ist etwas Besonderes. Intensiver kann das Erlebnis einer Flussradtour kaum sein. Dafür nehme ich auch gerne in Kauf, dass die Wege nicht asphaltiert sind.
    Mein Vater hingegen mochte die pfälzischen Asphaltwege lieber, weil man dort einfach schneller vorankommt und es sich angenehmer fährt. Und schöne Natur gibt es da ja auch – nur halt mit Wald statt Wasser.

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