Radtour am Glemsmühlenradweg

Drei Flüsse fließen zur Enz – drei Radwege fliessen zum Enztalradweg. Einer davon ist die Glems bzw. der Glemsmühlenradweg.

Diesen sehr kurzen Radweg im weiten Stuttgarter Umfeld wollte ich jetzt fahren. Es war zwar Sommer, aber ein regnerischer Tag.

Der Glemsmühlenradweg an sich ist nur 42 Kilometer lang. Aber um zum Start zu kommen fährt man schon fast 7 Kilometer von der Uni Vaihingen in Stuttgart. Und dazu kamen die Kilometer von der Glemsmündung in die Enz bis nach Bietigheim-Bissingen.

Start des Glemsmühlenradwegs ist bei der Rennstrecke Solitude am Hotel Glemseck. Ganz in der Nähe ist die ADFC-Übungsstrecke. (Das Schloss Solitude ist ein Stück weg von hier.)

Das Hotel Glemseck war gerade wegen Renovierung geschlossen, aber das war für mich nicht wichtig. Ich wollte hier ja nicht übernachten, sondern von hier den Radweg starten.

In Glemseck war das Wetter wieder gut und es regnete gerade nicht. Ich freute mich also auf einen Radweg mit leichter Sonne.

Startpunkt des Glemsmühlenradwegs - Hotel Glemseck
Das Hotel Glemseck – der Startpunkt des Glemsmühlenradwegs.

Von Glemseck nach Ditzingen  bis auf dem Glemsradweg

Bevor ich aber nach Glemseck kam, musste ich durch den Regen. Der Start war 7 Kilometer vor Glemseck an der Stuttgarter Universität in Vaihingen. Ausgestiegen war ich an der Haltestelle “Universität”.

Erstmal fährt man in Vaihingen noch schön durch den Wald. Doch dann musste ich leider ein Stück an der Straße entlang (L1187), was natürlich etwas unangenehm ist. Bestimmt gibt es auch andere Möglichkeiten zu dem Radweg zu gelangen. Ich fand aber keine schnellere.

Die Straße führt direkt an der Glems entlang. Hier wäre eine Möglichkeit für die Verkehrspolitiker, den Glemstalradweg definitiv zu erweitern!

Vom Hotel Glemseck aber, von dort aus gesehen, wird es schön. Ich biege rechts ab und bin direkt schon auf dem Radweg, der erstmal durchs Grüne führt.

An der Autobahn entlang fährt man erstmal in den Süden Leonbergs ein und kommt an der engen Glems entlang bis zum Leobad.

Dort könnte man direkt über die Glems hingelangen. Aber ich wollte nicht baden, sondern radfahren!

Leobad - Leonberg - Glemsmühlenradweg - Glems Radtour
Das Leobad in Leonberg. Die Brücke führt über die Glems.

Es geht dann einmal um Leonberg herum. Man kommt nicht in die Stadt selbst hinein. An dieser Stelle gibt es einen schönen Radweg entlang der Glems.

Man gelangt noch, kurz vorm Ende der Umrundung Leonbergs, in die Nähe des S-Bahnhofs von Leonberg und fährt dann links ab, um in die Natur zu gelangen.

Es folgt dann bald die erste Mühle von recht vielen. Die meisten sind heute privat. Doch es gibt noch einige, die auch als Getreidemühle genutzt werden.

Der Glemsmühlenradweg heißt also nicht umsonst so. Es gab hier wohl schon immer Mühlen. Seit dem 12. Jahrhundert sind sie als solche das erste Mal erwähnt worden.

In der Felsensägmühle gibt es heute aber kein Gewerbe mehr. Sie ist ein normales Wohnhaus geworden.

Felsen Sägmühle - Leonberg - Glemsmühlenradweg
Eine der vielen Mühlen am Glemsmühlenradweg: Die Felsen Sägmühle zwischen Leonberg und Höfingen.

Der Glemsradweg ist ab hier ein richtiger gemütlicher Flussradweg. Eher ein kleiner, aber eben dafür umson schöner. Die Glems ist ja einfach nicht breit.

Es geht dann an Höfingen (Teil von Leonberg) vorbei, ohne dass man davon viel sieht. Hier führt im übrigen auch die S-Bahn der Stuttgarter Region vorbei.

Nach ein paar Kilometern ist man dann vor der Tonmühle, die kurz vor Ditzingen ist. Erst dann kommt man so richtig durch eine kleine Stadt.

Tonmühle Ditzingen - Glemsmühlenradweg
Die Tonmühle kurz vor Ditzingen. Hier kommt man direkt vorbei.

In Ditzingen besorgte ich mir erst am Innenstadteingang etwas vom Bäcker, um dann durch den Ort zu fahren.

Aus Versehen fuhr ich geradeaus und sah das Schild nicht, dass mich nach links aus der Innenstadt herausführen sollte.

Von dort aus fährt man am Ditzinger Schloss vorbei, um schließlich gen Hirschlanden zu streben. Auch wenn man dort nicht durch-, sondern nur vorbeifährt.

Ditzingen Innenstadt - Fachwerkhaus - Glemsradweg
Fachwerkhäuser in der Innenstadt von Ditzingen. Sehr schön!

Durch den Regen auf dem Glemstalradweg – Ditzingen – Unterriexingen

Als ich von Ditzingen nach Hirschlanden wollte, fing es heftig zu regnen an. Es hatte sich offensichtlich noch nicht ausgeregnet an diesem Julitag.

Die Landschaft wird jetzt teils grün und führt an Wirtschaftswegen vorbei, bevor man etwas durch den Wald kommt.

Hemmingen streift man nur, während das nächste Ziel dann Schwieberdingen ist.

Schwieberdingen - Glems - im Regen - Glemsmühlenradweg
Durch den Regen kurz vor Schwieberdingen.

In Schwieberdingen verfuhr ich mich etwas. Die Beschilderung ist hier leider nicht so eindeutig. Der Glemstalradweg ist zwar fast durchgehend ausgeschildert. Aber manchmal sind die Schilder Interpretationssache.

Schwieberdingen ist eine gemütliche Gemeinde, die nur 5 Kilometer von Ludwigsburg entfernt ist. Es gibt dort ein paar Fachwerkhäuser, aber etwas herausragendes fand ich nicht vor.

An der Glems hat es aber etwas Parkähnliches. Und es hob meine Stimmung, dass jetzt der trübe Regen wieder vorbei war und es ein paar wenige Sonnenstrahlen gab.

Von Schwieberdingen aus geht es dann in Richtung Markgröningen, wobei man den Ort nur streift.

Bei Talhausen muss man kurz den Berg hinauffahren, um dann sanft in das Enztal zu gleiten. Unterriexingen hat man schließlich erreicht.

Glemsmühlenradweg - Ende - in Unterriexingen
Das letzte Schild auf dem Glemsmühlenradweg. Von dort aus kann man den Enztalradweg weiterfahren bis nach Bietigheim.

Schade ist etwas, aber die Natur wollte das so, dass man die Mündung der Glems in die Enz vom Weg aus nicht genau sehen kann. Ich fuhr bis auf die Enzbrücke kurz vor der Stelle, konnte es aber nicht sehen.

Dann ging es zurück auf das Ende des Glemsradweg, wo man auf den Enztalradweg wechseln kann. Von hier aus in Unterriexingen sind es lediglich 10 schöne und angenehme Kilometer entlang der Enz bis Bietigheim-Bissingen. Von dort aus fuhr ich mit S-Bahn und Zug wieder heim nach Tübingen!

2 Gedanken zu „Radtour am Glemsmühlenradweg“

    • Hallo Waltraud,

      ja, kann man. Ist durchgehend asphaltiert von Glemseck nach Unterriexingen (meiner Erinnerung nach und nach den Fotos, die ich gerade nochmal gecheckt habe).

      Viele Grüße,
      Markus
      (RadtourenChecker)

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