Der Moselradweg. 3. Etappe. Von Pünderich nach Koblenz. Sehnsuchtsziel Seilbahn

Die dritte und letzte Moselradweg-Etappe führte mich von Pünderich an der Mosel nach Koblenz.

Diese Etappe war wie die zweite zwischen Trier und Pünderich geprägt von  Weinsteilhängen. Erstaunlich steil fand ich diese Hänge vielerorts. Sie waren auch weitgehend ausgestattet mit Seilzügen.

Die erste Etappe war übrigens zwischen Metz (Fr) und Trier, so dass ich insgesamt drei Etappen mit ca. 100 Kilometer (plus, minus) absolviert hatte.

Von Metz nach Koblenz in 3 Tagen – das war also mein Ziel. Und mit dieser Etappe endet nun mein Moselradweg Erfahrungsbericht.

Pünderich Mosel Moselradweg
Schöne Mosellandschaft in Pünderich

Moselradweg Erfahrungsbericht von Pünderich nach Cochem

Start meiner dritten Etappe war im beschaulichen Pünderich.

Pünderich ist übrigens ganz in der Nähe des abgelegen gelegenen Flughafens FrankfurtHahn. Nur 20 Kilometer nach Osten muss man dazu fahren.

Dieser Flughafen ist übrigens nicht zu verwechseln mit Frankfurt am Main. Er ist ewig weit von Frankfurt entfernt.

Jedenfalls bin ich hier in Pünderich gestartet und habe gleich Gas gegeben. Die nächsten Orte sind wieder Campingorte und Urlaubsorte. Und natürlich Weinorte.

Es folgen nun Orte wie Zell, Bullay, Neef oder Senheim an der Mosel.

In Bullay habe ich so eine antike Weinpresse aus Holz fotografiert. Doch diese gibt es nicht nur dort. Sie säumen den gesamten Moselradweg.

Weinpresse in Bullay an der Mosel - Moselradweg
Antike Weinpresse in Bullay.

Richtige Vorkomnisse gab es auf diese, Streckenabschnitt nicht. Alles war geprägt von Wein, Wein und nochmal Wein. Und als viertes Element noch Camping. Wobei es hier sicherlich sauschön ist, Urlaub zu machen.

Man spürte aber schon, dass die Region bei FahrradfahrerInnen beliebt ist. Es war recht viel los, mir kamen auch größere Radfahr-Gruppen mit ca. 20 RadlerInnen entgegen.

Ich kannte die Region dort noch nicht und habe sie durch meine Fahrradfahrt dort richtig ins Herz geschlossen.

Also definitiv nicht nur ein Fahrrad-, sondern auch ein Urlaubsziel.

Der nächste größere Ort war dann schließlich Cochem.

Dort genehmigte ich mir erstmal ein Eis für günstige 1€. Günstig, weil in Tübingen die Eispreise kräftig angezogen hatten.

In meiner Heimatstadt Tübingen kostet eine Kugel Eis inzwischen 1,50€. So berichtet auch Zeit-Online von dem vermeintlichen Tübinger Eis-Kartell.

Moselradweg Cochem
Cochem an der Mosel!

Von Cochem nach Koblenz zum Deutschen Eck – und vor allem zur Koblenzer Seilbahn

Nach Cochem ist dann ein größerer Schlussspurt angesagt. Es sind dann aber immer noch 50 Kilometer bis nach Koblenz. Das wär’s dann auch mit meinem kurzen Moselradweg Erfahrungsbericht.

Als ich dort fuhr (Juli 2017) war der Standardweg allerdings gesperrt. Der Alternativweg war dafür ziemlich anspruchsvoll und bergig.

Das ist so. Der Moselradweg an sich ist wirklich sehr flach und vom Schwierigkeitsgrad eher einfach. Wenn man aber einmal davon abkommt, so kann es sehr hart werden. Denn rechts und links sind Berge, die meist mit Weinanbau bewirtschaftet werden.

Und da hatte ich so eine Stelle. Von Cochem bis nach Klotten ging es erst steil bergauf und dann ebenso steil wieder herunter.

In Klotten war der Umweg dann vorbei. Man ist hier auf der linken Seite der Mosel. Dort konnte man wieder ganz normal an der Mosel entlang fahren. Weiter ging’s nach Treis-Karden, wo man sich entscheiden kann, ob man links oder rechts an der Mosel entlang fährt.

Ich blieb linksseitig der Mosel.

Es änderte sich übrigens wenig bezüglich der wirtschaftlichen Ausrichtung. Wieder wurde überall Wein verkauft.

Auch ich musste jetzt zuschlagen und checkte mir beim Weinhaus Ibald in Hatzenport einen leckeren süßlichen Weißwein. Direkt hier an der Mosel hergestellt!

Nach Hatzenport kamen noch die Orte mit dem komisch-kurzen Namen Löf und mit dem längeren Namen Kobern-Gondorf. Was für seltsame und interessante Ortsnamen es hier an der Mosel gibt!

Das letzte Stück Moselradweg hinter Kobern war dann eher nicht mehr so spannend. Es folgen holprige und bergige Feldwege und das letzte Stück Weg führte schließlich durch die Koblenzer Innenstadt.

Das erinnert mich irgendwie auch an das Ende des Neckarradwegs. So toll der Neckarradweg an sich ist, so langweilig und schlecht ausgebaut ist sein letztes Stück zwischen Heidelberg und Mannheim.

Ähnlich beim Moselradweg. Das letzte Stück war das häßlichste – eines sonst wunderschönen und wirklich tollen Fahrradfernweges. Wirklich! Ich mochte diesen Weg sehr, sehr gerne.

Mit dem Unterschied, dass das Ende des Neckarradwegs die Industrie in Mannheim ist (er fließt auch in den Rhein), während das Deutsche Eck etwas Touristisch Besonderes ist.

Wobei ganz versöhnlich endet hier mein Moselradweg Erfahrungsbericht: Ziemlich nett war es noch am Koblenzer Ufer nahe der Innenstadt vorbeizufahren. Das hatte so einen Stadtpark-Style. Mit Fluss natürlich.

Doch ganz am Ende das Highlight: Man kommt ans Deutsche Eck. Dort fließt die Mosel in den Rhein. Dadurch findet der Moselradweg auch sein natürliches Ende.

Man kann also hier den Rheinradweg weiterfahren über Köln, Düsseldorf bis nach Rotterdam in der Niederlande.

Doch für mich endet hier mein Radweg.

Seilbahn Koblenz Moselradweg Rheinradweg
Die Koblenzer Seilbahn, die über den Rhein führt.

Was ganz besonders und spannend für mich hier am deutschen Eck war, ist die Seilbahn, die über den Rhein führt. Ziel dieser Seilbahn ist das andere Ufer des Rheins, wo die Festung Ehrenbreitstein liegt.

Doch das Ziel ist weniger interessant für mich als der Weg. Denn Seilbahnen finde ich super. Sie lösen auch innerstädtische Verkehrsprobleme und ich wünsche mir für meine Heimatstadt Tübingen auch eine solche Seilbahn.

Doch Koblenz ist hier einfach fortschrittlicher als Tübingen.

Am Deutschen Eck steht noch so eine richtig fette Statue herum, die den ersten deutschen Kaiser Wilhelm I. sitzt. Gut, ich bin kein sehr großer Fan von ihm, aber er steht da einfach – und es ist ein Ziel. Wichtiger ist mir aber definitiv die sehr gute, qualitativ hochwertige Seilbahn!

Ich bin dann relativ schnell auf den Zug nach Koblenz und beende meinen Moselradweg Erfahrungsbericht hiermit! Wirklich der beste Flussradweg, den ich bisher gefahren bin!

4 Gedanken zu „Der Moselradweg. 3. Etappe. Von Pünderich nach Koblenz. Sehnsuchtsziel Seilbahn“

  1. Wir fragen uns, welchen Moselradweg Sie gefahren sind … also dem „M“von Kobern-Gondorf bis Klotten nur an der Straße entlang zu fahren ist äußerst stupide !

    Antworten
  2. Hallo, gell der Mosellradweg ist beliebt, auch bei mir. Ja die Seilbahn in Koblenz das wurde auch schon für Tübingen mal vorgeschlagen. LG Carmen

    Antworten

Schreibe einen Kommentar