Königssee-Bodensee-Radweg. 5. Etappe. Von Immenstadt im Allgäu bis Lindau. Zum Ziel an den Bodensee!

Die letzte der fünf Etappen von Schönau am Königssee bis Lindau (Bodensee) sollte nun vom Start in Immenstadt im Allgäu bis ans Ende nach Lindau führen. Damit endet mein Königssee-Bodensee-Radweg Erfahrungsbericht hier.

Das Wetter war an diesem Tag im Gegensatz zu den letzten 4 Tagen eher trüb. Ich erwartete jeden Moment Regen, der dann aber gar nicht los ging.

Am Ende in Lindau schien gar die Sonne. Das war ein schöner Abschluss auf dieser schönen Insel. Lindaus Altstadt ist ja auf einer Insel direkt am Bodensee gelegen.

Die Etappe war mal wieder unglaublich hügelig und anstrengend – so wie der gesamte Königssee-Bodensee-Radweg. Kein Pappenstil ist das.

Ich würde also den Radweg vom Königssee an den Bodensee Anfängern nicht unbedingt empfehlen. Da eignen sich Flussradwege wie der Moselradweg oder der Rheinradweg dann doch eher. Sie sind einfach flach und leichter zu fahren.

Auch kann man sich ruhig auch 6 Tage für die Radtour Zeit nehmen. Ich habe sie zwar effektiv in 5 Tagen gefahren, wobei der erste Tag eben nur 30 Kilometer waren.

Grund war, dass ich mit einer sehr guten Wandergruppe am ersten Tag noch den Watzmann heruntergewandert bin (hier führt ein Weg direkt zum Königssee).

Meine Etappen waren diese:

Immenstadt im Allgäu Innenstadt
So sieht die Innenstadt von Immenstadt aus. (Kleines Wortspiel von mir.)

Von Immenstadt nach Oberstaufen

Ich fuhr am morgen noch etwas in Immenstadt herum, um die Stadt noch etwas kennenzulernen und zu erkunden.

Den Tag zuvor war ich ja spät angekommen. So hatte ich kaum etwas vom gemütlichen Immenstadt hier im Allgäu gesehen.

Das holte ich in diesen trüben Vormittagsstunden nach. Die Stadt gefiel mir recht gut.

Nun war es an der Zeit loszufahren. Der erste nächste Punkt der Tour war der kleine und schließlich der große Alpsee.

Großer Alpsee bei Immenstadt Königssee-Bodensee-Radweg-Erfahrungsbericht
Endenkunstwerk am Alpsee bei Immenstadt im Allgäu.

Der Alpsee ist auch eine Urlaubsregion. Ein paar Touristen waren trotz des trüben Wetters unterwegs. Außerdem merkte man, dass viele Reiseradler auch diesen Weg fuhren. Auch heute bei diesem unguten Wetter.

Der Königssee-Bodensee-Radweg ist recht gut befahren von Radtouristen. Nicht nur ich war unterwegs. Gefühlt fuhren die meisten Reise-Fahrradfahrer aber in Richtung Königssee. Gezählt habe ich das allerdings nicht.

Von Immenstadt zum Alpsee, der ja auch auf der Gemarkung der Stadt liegt, sind es nur ca. 2,5 Kilometer. Also ein kurzes Stück – schon ist man da.

Man fährt nun rechts herum um den See. Ich habe mir sagen lassen, dass es links herum auch gehen würde. Aber rechts herum ist es offiziell ausgeschildert als Königssee-Bodensee-Radweg.

Man fährt nun entlang der Konstanzer Ach und einer Bahnstrecke nach Oberstaufen. Wobei man die Konstanzer Ach kaum sieht, es ist nur dieselbe Richtung.

Es geht durch hügeliges Gebiet. Nach den 140 Kilometern vom Vortag war ich schon etwas kaputt und die anstrengenden Kilometer um den Alpsee setzten mir schon etwas zu.

In Oberstaufen war irgendein Volks- oder Stadtfest, aber ich bin nicht in die Stadt hinein. Sie ist bestimmt schön, aber ich habe sie aus Zeitgründen nicht besucht.

Außerdem erwartete ich immer noch jeden Moment Regen. Der aber dann schließlich doch ausblieb.

 

Schlussstück – Mein Königssee-Bodensee-Radweg Erfahrungsbericht zu Ende – Von Oberstaufen nach Lindau

In Oberstaufen fährt man dann noch durch Wohngebiete, hinaus aus dem Ort. Jetzt geht es schon wieder bergauf!

Es geht über wenig befahrene Straßen. Zuerst folgt Stiefenhofen, dann Gestratz und schließlich Eglofs.

Königssee-Bodensee-Radweg Erfahrungsbericht - Aussicht Rutzhofen Teil von Stiefenhofen
Hier war ich in Rutzhofen (Stiefenhofen) und habe für kurze Zeit die Aussicht genossen.

Eglofs ist der einzige Ort des gesamten Bodensee-Königssee-Radwegs, der in Baden-Württemberg – und damit nicht in Bayern liegt. Er liegt im Landkreis Ravensburg.

Von Eglofs aus geht es über ruhige Straßen und über hochgelegenes Gebiet nach Hergatz. Man kommt auch am Ortsteil Wigratzbad vorbei, wo man so eine katholische Institution vorfindet. Anscheinend ein recht konservatives Priesterseminar oder so etwas. Jedenfalls hatten die da gerade irgendeine Veranstaltung, als ich vorbei fuhr.

Am Ende erreicht man endlich das Ortsschild von Lindau, während man nun immer noch 5 Kilometer bis zur Insel von Lindau hat.

Ich habe dann mein Fahrrad kurz abgestellt und bin kurz nach Österreich herübergelaufen. Hier war österreichisch-deutsches Grenzgebiet. Zwischen Lindau und Hörbranz (Österreich) verläuft hier die Grenze.

Denn jetzt bin ich schon die ganze Zeit meines Wander- und Fahrrad-Urlaubs fast in Österreich gewesen. Schon der Watzmann liegt teilweise auf österreichischem Gebiet und z.B. Aschau liegt nur 30 Kilometer von Kufstein entfernt.

Doch nie war ich richtig in Österreich.

So nutzte ich die Chance. Einmal ganz kurz nach Österreich!

Lindau - Neuer Lindauer Leuchttum - Königssee-Bodensee-Radweg Erfahrungsbericht
Das Ziel des Königssee-Bodensee-Radwegs! Die Altstadt Lindaus – mit seiner schönen Aussicht: Man sieht rechts den Neuen Lindauer Leuchtturm und links in klein ist der bayrische Löwe. Lindau befindet sich ja in Bayern.

Die Ankunft war nun sehr schön. Erstens schien nun richtig die Sonne. Der potentielle Regen und das trübe Wetter hatten sich komplett verdrückt.

Zweitens mag ich die Insel von Lindau gerne. Ich war hier schon mindestens einmal.

Auf der Insel ist auch direkt der Bahnhof, der über Schienen wieder aufs feste Land fährt. Zudem ist die Lindauer Altstadt mit engen Gassen sehr niedlich.

Schade übrigens, dass es Pläne gibt, diesen Kopfbahnhof zu verlegen. Lindau 21 heißt das Projekt. Mit solchen Mega-Projekten haben wir in Stuttgart schon schlechte Erfahrungen gemacht. Sie dauern ewig und sind ziemlich teuer.

Und letztlich darf man noch die Aussicht auf den Neuen Lindauer Leuchtturm und den bayrischen Löwen im Hafengebiet von Lindau nicht vergessen.

Da platzierte ich mein Fahrrad und feierte mich selbst innerlich, dass ich es geschafft hatte. Den anstrengenden, schönen und spannenden Voralpen-Radweg von Schönau am Königssee bis nach Lindau am Bodensee.

Geschafft! Schluss also jetzt mit meinem Königssee-Bodensee-Radweg Erfahrungsbericht!

 

Abspann: Landkreise, durch die ich gefahren bin. Durch diese führt der Königssee-Bodensee-Radweg

Spannend finde ich auch eine Auflistung der Landkreise, durch die man in Bayern und ein bisschen Baden-Württemberg, während des Königssee-Bodenseeradwegs fährt. Hier sind sie – 11 Landkreise!

  • Landkreis Berchtesgadener Land (Autokennzeichen: BGL)
  • Landkreis Traunstein (Autokennzeichen: TS)
  • Landkreis Rosenheim (Autokennzeichen: RO; AIB und WS für Bad Aibling und Wasserburg am Inn auch erhältlich)
  • Landkreis Miesbach (Autokennzeichen: MB)
  • Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Autokennzeichen: TÖL oder auch WOR manchmal)
  • Landkreis Weilheim-Schongau (Den Landkreis streift man nur etwas durch den Wald zwischen Saulgrub und Halblech; Autokennzeichen: WM)
  • Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Autokennzeichen: GAP)
  • Landkreis Ostallgäu (Autokennzeichen: OA)
  • Landkreis Oberallgäu (Autokennzeichen: OAL oder auch FÜS für Füssen oder MOD für Marktoberdorf)
  • Landkreis Ravensburg (Baden Württemberg; Autokennzeichen: RV)
  • Landkreis Lindau (Autokennzeichen: LI)

2 Gedanken zu „Königssee-Bodensee-Radweg. 5. Etappe. Von Immenstadt im Allgäu bis Lindau. Zum Ziel an den Bodensee!“

  1. Hallo,

    ich finde es toll was Sie da machen, wir fahren selber viele Touren und haben großen Spass. Was mich ein wenig wundert ist das Sie es sich wohl ein wenig zum Ziel gemacht haben etwas in bestimmten Zeiten zu schaffen und 140 KM an einem Tag fahren, das wäre nichts für uns wir halten auch mal 2-3 Stunden an einem Ort an wenn es uns grade gefällt und saugen die Atmosphäre auf, aber jedem das seine. Finde ihren Blog aber sehr schön zu lesen und hoffe das es noch viele schöne Berichte geben wird.

    viele Grüße

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    • Hallo Mike Nelitz,

      niemand muss 140km am Tag fahren und sooft mache ich das nicht. Ich buche halt immer zuvor und bin eher ein Vorplaner, es gibt aber ja auch Spontanfahrer*innen. Ich finde beides gut! Mache aber derzeit mal ersteres. Meistens sind meine Etappen zwischen 80-100km an und ich schau mir durchaus auch mal was an.

      Viel Spaß aber noch weiterhin!
      Viele Grüße,
      Markus
      (Radtouren-Checker)

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