Fahrradbekleidungs-Tipps von einem Mode-Muffel – Funktional muss es sein!

Normalerweise bin ich wirklich ein Mode-Muffel. Kleidung interessiert mich nur so peripher – aber bei Fahrradbekleidung*, da schaue ich doch etwas genauer hin!

Denn wenn die nicht passt, so kann es auf langen Fahrradtouren schnell unbequem werden. Allerdings geht es mir bei den Fahrradklamotten im Wesentlichen nicht um supergutes Aussehen, sondern um Funktionalität.

Hauptsache es passt zum Wetter!

Nichts gegen Ästhetik an sich, aber die Ästhetik muss sich bei der Fahrradbekleidung aus der Funktionalität ergeben, finde ich.

Ich fange bei meinen Fahrradbekleidungs-Tipps vom Körper her mal unten an und ende oben!

 

Schuhe und Socken – jedoch vor allem Überschuhe!

Gute Socken sind erstmal unabdingbar. Dabei finde ich sollte man nicht jede beliebige Art von Socken nehmen, sondern darauf achten, dass sie wasserabweisend sind. Ich trage z.B. Fahrrad- oder Jogging-Socken*.

Meine Fahrradsocken sind wirklich gut und sie werden kaum nass bei harter Nässe und bei starkem Regen. Sie bestehen aus synthetischem Zeug: Polyamid heißt das.

Über Schuhe habe ich mir ehrlich gesagt noch keine so wirklichen Gedanken gemacht. Ich habe einfach meine alten Jogging-Schuhe verwendet. Das werde ich auch mal optimieren, aber die 5.000 Kilometer meiner Biking-for-Democracy-Tour habe ich auch mit diesen Sportschuhen überlebt. Das war allerdings im Hochsommer.

Schuhe sind meiner Ansicht nach beim Fahrradfahren nicht so wichtig, wie z.B. beim Laufen (ein guter Sattel und eine gute Sitzposition ist 1000x wichtiger).

Langfristig werde ich mir dennoch etwas besseres zulegen und mein Fahrradklamotten-Equipment auch diesbezüglich aufbessern.

Denn manche Fahrrad-Experten sagen, dass das schon seinen Sinn machen kann, sich Fahrradschuhe zuzulegen. Gerade wenn man in unwegsamen Gelände unterwegs ist, wären so eine Art Wanderschuhe für das Fahrrad gut.

Entscheidend sind Fahrrad-Schuhe natürlich dann, wenn man mit Klick-Pedale fährt. Die meisten Rennradfahrer tun dies. Ich bin aber nicht so der Fan von Klick-Pedalen und fahre ja auch mit einem Reiserad mit ganz normalen Tretpedalen.

Entscheidend gegen Nässe sind jedoch vor allem gute Überschuhe*. Die habe ich immer griffbereit ganz oben in meiner Ortlieb-Fahrradtasche. Denn Regnen kann es immer spontan – und nichts ist nerviger als nasse Füße. Da helfen Überschuhe!

Überschuhe sind für mich deshalb auch so wichtig, da ich ja nicht so die dollen Schuhe habe. Sie können hier vieles wettmachen. Aber auch falls ich mal bessere Schuhe habe – die Überschuhe* können echt dafür sorgen, ob mir die Radtour noch Spaß macht oder nicht.

Denn Regen kann es immer geben. Und es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur keine Überschuhe – auf dem Fahrrad!

Als Alternative gegen kalte und nasse Füße habe ich aber noch einen anderen Tipp gefunden. Der Tipp stammt von dem ehemaligen Tour-de-France-Sprinter Marcel Wüst. In diesem Youtube-Video könnt ihr ihn sehen: Einfach alte Socken über die Schuhe (falls es kalt ist).

Habe ich zwar noch nicht ausprobiert, ist aber bestimmt ein guter und sogar lustiger Tipp!

Überschuhe Fahrradfahren Fahrradbekleidungs-Tipps
Das sind meine Überschuhe. Unten drunter sind die echten Schuhe.

 

Hose, Unterhose, Überhose – möglichst wasserundurchlässig ist voll lässig

Was man nicht unterschätzen darf ist eine passende Fahrrad-Unterhose*. Gerade wenn es mal richtig regnet oder man richtig schwitzt, sollte sie schnell trocknen können.

Allerdings Achtung: Natürlich gelten solche Tipps vor allem für  Radler, die auch etwas länger radeln. Wer jetzt 20 oder 30 Kilometer radelt, der braucht sich nicht notwendig eine krasse Fahrrad-Unterhosen-Auswahl kaufen.

Reine Baumwolle ist hier sicherlich sehr unpassend. Also besser keine Standard-Boxershort. Ich habe mir hier eine aus Polyester und Polyamid gekauft, also wieder so etwas Synthetisches.

Auch hier wieder: Wasserundurchlässigkeit ist wichtig. Dazu muss sie bequem und elastisch sein.

Damit man aber verhindert, dass das Wasser bei Regen überhaupt die Unterhose erreicht, ist es natürlich sehr sinnvoll sich eine Radhose aus ähnlichem Material zu holen. Also auch wieder Polyester.

Als männlichen Fahrradfahrern (und ich bin einer) schadet ein gewisser Schutz für die wertvollen Weichteile sicherlich nichts. Gerade wenn man noch Kinder bekommen will, könnte etwas passendes unabdingbar sein. In der Fahrradhose* sind innen auch Polster drin, die dies leisten und auf meiner langen Fahrradtour durch Europa sehr wichtig für mich waren.

Dazu habe ich noch eine lange Fahrradhose*. Darüber ziehe ich mir je nach Wetter noch eine ganz normale Jogginghose. Wenn es regnet, habe ich eine Regenüberhose immer dabei.

Allerdings brauche ich irgendwann einmal eine neue Regenüberhose. Meine rutscht.

Also alles in allem habe ich eben verschiedene Schichten, die ich je nach Wetter aus- und anziehen kann. Das sorgt für eine gewisse Flexibilität. Denn bei einer langen Fahrradtour kann sich das Wetter einfach schnell mal ändern.

Insbesondere wenn man Bergtouren macht wechselt es sehr schnell zwischen sehr kalt und sehr heiß.

Achtung! Ich bin ein Mann. Manche Tipps könnten für Frauen eher unpassend sein, aber ich will über nichts schreiben, über was ich keine Erfahrung habe. Frauen, die durch die Welt radeln, gibt es einige. Vielleicht findet ihr z.B. beim PushBikeGirl oder auch bei Carmen Mickley (leider ist sie aus dem Internet verschwunden) aus Hamburg gute Tipps!

 

Fahrradbekleidungs-Tipps – das Wichtigste: Fahrradhemden, Oberteile, Überhemden etc.

Auch hier arbeite ich wie bei den Hosen nach dem sogenannten Zwiebelschalenprinzip. Polyesterhemden habe ich einige. . Z.B. bekommt man jedes Mal beim Stadtlauf in Tübingen eines geschenkt. Die kann man nicht nur zum Laufen, sondern auch super als Fahrradklamotten verwenden.

So habe ich immer Nachschub. Ich versuche hier jedes Jahr, daran teilzunehmen. Leider klappt es nicht jedes Jahr. 2016 hat es geklappt. Ich habe mich – wie immer – auf den hinteren Plätzen wiedergefunden. Das hat bei mir Tradition.

Wenn es etwas frischer ist, ziehe ich einfach noch ein zweites Polyesterhemd darüber.

Dazu habe ich in Spanien und Frankreich bei größter Hitze auch ein langarmliges Polyester-Shirt verwendet. Denn wenn es richtig heiß ist, sollte man auch an den Sonnenschutz denken.

Natürlich ist eine gute Sonnencreme* hier wichtig. Jedoch kann ein langärmliges Hemd ein zusätzlicher Schutz sein. Ich verzichte also hier manchmal auf Komfort und denke an meine Haut-Gesundheit. Das Biest Sonnenbrand finde ich extrem nervig.

Weiter habe ich noch eine alte Fahrradjacke, die ich echt schon ewig habe. Zu Zeiten meiner Jugend bin ich viel Rennrad gefahren und habe diese geschenkt bekommen. Das war so zu den Jan-Ullrich-Zeiten (ja ich war mal Fan und das ist mir heute auch peinlich #Doping).

Noch besser ist, dass ich eine neue Fahrradjacke jetzt habe. Auch wieder in rot. Denn rot muss halt sein. Punkt.

Nicht vergessen sollte man die Regenjacke. Dazu bin ich im Winter auch einfach mit meiner normalen Winterjacke gefahren, die ich über die Fahrradjacke gezogen habe.

Manchmal kann man sie auch ausziehen. Jedoch wenn man nachts bei Minusgraden unterwegs ist – wie ich beim Bodenseeradweg – schadet so ein bisschen Wärme wirklich gar nichts.

 

Im Winter nicht vergessen: Fahrradhandschuhe, Schal und spezielle Fahrrad-Mütze

Für Fahrradtouren im Winter habe ich einen ganz eigenen Artikel geschrieben. Hier gebe ich noch weitergehende Fahrradbekleidungs-Tipps für den Winter – wie den, dass man im Winter unbedingt Spikes als Fahrradreifen braucht.

Fahrradmütze Fahrrad-Handschuhe Schal. Fahrradbekleidungs-Tipps für die Winter-Fahrradfahrt
Fahrradbekleidungs-Tipps auch für den Winter!

Doch bei der Fahrradbekleidung im Winter muss man auch auf einiges achten. Vor allem: Immer Handschuhe dabei haben. Auch im Sommer übrigens, falls mal die Kette rausspringt (was mir mit Nabenschaltung allerdings nie passiert) oder etwas anderes zu reparieren gibt.

Ein Schal ist natürlich wichtig und eine spezielle Fahrradmütze für den Winter. Hier habe ich eine sehr dünne genommen, die aber an den Ohren auch wärmt.

Also eine so genannte “Gangstermütze”, wenn man so will!

Die spürt man kaum und ist sehr bequem. Die kann man auch im Herbst oder im noch kalten Frühjahr tragen.

 

Fahrradbekleidungs-Tipps die letzte: Der gute alte Fahrradhelm ist für viele immer noch etwas Neues!

Zuletzt finde ich einen Fahrradhelm* sehr wichtig. Er gehört zwar im engeren Sinne nicht zu den Fahrradklamotten, aber doch zieht man ihn besser an!

Gerade wenn man lange Strecken fährt, dann erhöht sich auch das unverschuldete Unfallrisiko und ein Helm kann verhindern, dass Schlimmeres passiert.

Geislingen an der Steige Alptäler Radweg Fahrradhelm mit Riss
Ich so mit meinem Fahrradhelm. Wer genau hinschaut, sieht einen kleinen Riss!

Zwar ist vor allem aufmerksames Fahren essentiell, jedoch kann man ja nicht für jeden Unfall etwas.

Deshalb würde ich für 99,9%-100% aller Radstrecken inzwischen einen Fahrradhelm verwenden.

Natürlich kann man mit einem Fahrradhelm nicht alle Verletzungen verhindern. Wichtiger als das Helmtragen halte ich eine gute Fahrradinfrastruktur und Fahrradkultur wie in der Niederlande und in Dänemark.

Aber gerade wenn eben die Fahrradinfrastruktur schlecht ist, ist das Helmtragen umso wichtiger. So gibt es Studien, die belegen, dass das Helmtragen viele tödliche Unfälle mit dem Fahrrad verhindern kann.

Aber ich will hier nicht zu tief in die Fahrradhelm-Debatte einsteigen. Dazu schreibe in der Zukunft mal einen anderen Blog-Artikel.

Jedenfalls haben Fahrradhelme den für mich nicht unerheblichen Vorteil, dass man auch GoPro-Kameras daran befestigen kann. Außerdem sind sie so leicht und luftig, dass man sie kaum mehr spürt. Mir ist es schon oft so gegangen, dass ich meinen Helm gesucht hatte – und ihn auf dem Kopf hatte.

Allerdings hat mein Helm gerade einen kleinen Riss. Vielleicht ist die Schutzwirkung eingeschränkt, aber dazu finde ich recht unterschiedliche Meinungen im Netz.

Jedoch denke ich, checke ich mir mal sowieso einen neuen Helm. Denn ich bin der Radtouren-Checker! 🙂

Wenn ich den neuen Fahrradhelm habe, geht es weiter mit meinen Fahrradbekleidungs-Tipps!

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