Donautäler-Radweg, Brenztalradweg & Donauradweg – Von Ulm nach Tapfheim

Der Donautälerradweg ist ein recht neuer Radweg. Ich wollte ihn unbedingt einmal testen. Zumindest einen kleinen Abschnitt.

Er führt über verschiedene Täler, die sich alle unweit der Donau befinden. Der neue Radweg erstreckt sich von Ulm bis ca. Donauwörth. Nach Süden fährt man bis nach Krumbach (Schwaben).

Der Radweg kann als Rundweg gefahren werden, wobei man verschiedene Möglichkeiten hat ihn zu fahren.

Dabei fährt man eben nicht an der Donau, sondern besucht die umliegenden Täler. Man kommt an der Iller vorbei, fährt ein kleines Stück an der Brenz entlang. Dazu überquert man die kleinen Flüsse Kammel und Mindel. Alle diese Flüsse streben zur Donau hin.

Der Donautälerradweg wurde erst im Mai 2017 eröffnet und wird erst seit kurzem fahrradtouristisch vermarktet. Damit ist er noch jünger als mein Fahrradblog! Er ist also noch sehr neu und viele kennen ihn nicht.

Meine Idee war es nun heute in Ulm zu starten und am Donautäler entlang bis nach Schwenningen (Bayern) zu kommen.

Doch im Laufe des Weges änderte ich meine Pläne und fuhr über die Brenz wieder an die Donau und ab Gundelfingen bzw. Lauingen den Donauradweg entlang.

Insgesamt bin ich so nur ca. 40 Kilometer Donautälerradweg gefahren. Aber ich werde sicherlich hier nochmal zurück kommen und den Radweg weiter ausprobieren. Hier nun mein Erfahrungsbericht:

Donautälerradweg Ulm Start an der Donau
Selfie an der Donau in Ulm. Kurz vor dem Start des Donautälerradwegs.

1. Teil: Der Donautälerradweg von Ulm nach Giengen an der Brenz

Meinen Donautälerradweg startete ich in Ulm an der Donau. Dort kann man auch mit dem Donauradweg starten. Es kreuzen sich hier an der Donau (kurz vor Neu-Ulm) der Donautälerradweg und der Donauradweg.

Zuerst fährt man ein Stück durch die Stadt durch, unweit des Ulmer Münsters und der Innenstadt. Es war hier schon einiges an Verkehr los an diesem Samstagmorgen.

Es geht dann durch einen Park, am mittelalterlich aussehenden Studentencafé vorbei und schließlich und endlich raus in die Natur. Man fährt nun am Örlinger-Tal-Weg entlang, der von dem Örlinger Bach begleitet wird.

Es wird nun nach und nach anstrengend und der führt schon etwas bergauf. Da ich müde war, fühlte es sich durchaus heftiger an.

Nächster Ort, der schon auf einer Anhöhe liegt, war dann Jungingen, was noch Teil von Ulm ist.

Es geht dann über Oberelchingen und Unterelchingen nach Langenau.

In Oberelchingen kommt man an einem Kloster vorbei, das man auch besichtigen kann. Bis 2009 wurde das Kloster noch genutzt, aber wohl wegen Nachwuchsmangels dann eingestellt (wenn ich das so richtig gelesen habe). Eine Klosterkirche ist aber immer noch dort und wird eben auch genutzt.

Kloster Klosterkirche Oberelchingen Donautälerradweg
Klosterkirche in Oberelchingen.

Nach Langenau, das eine schon größere Stadt auf dem Weg ist, wird es endlich mal etwas flacher. Man konnte hier richtig heizen.

Von Langenau aus sind es übrigens ca. 23 Kilometer nach Giengen an der Brenz, was zu diesem Zeitpunkt mein Zwischenziel war. Jedoch änderte ich ja nach Giengen meine Route.

Das Lonetal war dann wirklich ein Highlight der Route, das ich sehr mochte. Ein wirklicher touristischer Geheimtipp, an dem sehr wenig los ist.

Man kommt dann in Kaltenburg raus. Einer Burg, das gerade anscheinend neu hergerichtet wird. Sie ist derzeit eine Ruine.

Niederstotzingen heißt der Ort, auf dem man sich dort befindet. Die Burgruine befindet sich auch dort. Auf der Gemarkung zumindest, aber man kommt nicht durch den Ort selbst durch.

Nach Niederstotzingens Gemarkung kommt man schließlich nach Giengen. Zuvor aber folgt noch ein wunderschönes Tal. Leicht bergig wieder, aber ein toller Weg mit toller Landschaft.

Also nochmal, ab dem Lonetal und über den Ort, wo die Burgruine Kaltenburg ist, bis Giengen folgt man einer wunderschönen Landschaft mit Felsen und so, die bestimmt nicht vielen Radfahrern bekannt sein sollte.

Man überquert nunmehr die Brenz und fährt dann neben ihr in Giengen ein. Innerhalb des Ortes fehlten mir dann ein, zweimal die Wegweiser.

Schön ist, dass man direkt an dem Steiff-Museum vorbeikommt. Dafür ist Giengen bekannt. Für den Stoffbären mit dem Knopf, von dem ich als Kind auch einen besessen habe.

Jedenfalls findet man hier ein großes rundes Gebäude vor und ein altes Fachwerkhaus. In dem runden Gebäude ist das Museum und im Fachwerkhaus ein Outlet-Center, also ein Shop.

Stoffbär Teddybär mit dem Knopf - Outlet-Center - Steiff-Museum - Giengen an der Brenz
Outlet-Center (links) und Steiff-Museum (rechts) in Giengen an der Brenz. Der berühmte Teddybär mit dem Knopf kommt von hier.

Noch zu sagen bleibt: Giengen an der Brenz verbindet den Donautäler und den Albtäler Radweg. Den habe ich auch versucht – und zwar im Februar 2017, bin aber moralisch gescheitert – als ich meine Kamera verloren hatte.

Es zeigt sich: Donautälerradweg und auch der Albtäler Radweg sind nicht zu unterschätzen. Sie sind zwar nicht richtig hoch gelegen. Aber durch das ständige Auf und Ab hat man schon etwas zu kämpfen.

Anschließend geht es bergig aus der Stadt wieder hinaus. Als ich jedoch fast draußen war, entschied ich: Okay, ich schaffe das heute nicht, so einen anstrengenden Radweg weiterzufahren – ich fahr zur Donau!

Dazu musste ich aber nun erstmal an der Brenz entlang, was natürlich auch etwas hatte. So konnte ich ein Stück Brenztalradweg fahren.

Hermaringen Brenztalradweg - Rastplatz mit Indianerzelt an der Brenz
Am Brenztalradweg. Schöner Rastplatz hier bei Hermaringen. Direkt an der Brenz!

2. Teil: Der Brenztalradweg von Giengen bis nach Lauingen

Der Brenztalradweg startet zwar nicht in Giengen. Aber da ich schon mal hier war, war es eine super Möglichkeit, einen weiteren Flussradweg zu fahren.

Von Giengen nach Gundelfingen sind es ca. 20 Kilometer, nach Lauingen noch weitere 5 Kilometer. Zwischen Gundelfingen und Lauingen sind Donauradweg und Brenztalradweg identisch.

In Lauingen dann schließlich mündet die Brenz in die Donau. Wenn man in den Wald reingeht, dann kann man das auch beobachten. Ich tat das dieses Mal und schaute mir dieses Naturschauspiel an.

Aber zuerst kommt man durch Hermaringen und durch Bergenweiler. Dazu noch durch die beiden nebeinander gelegenen Orte Sontheim an der Brenz und Bächingen an der Brenz. Zwischen diesen beiden verläuft auch die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern.

Sehr schön und ruhig kann man an diesem gar nicht mal so bekannten Radweg entlang fahren. Er ist ein Geheimtipp.

Es ging den Brenztalradweg komplett flach bis leicht abfallend entlang, was nach dem kräftezehrenden Donautäler Radweg wirklich schön war.

Nach Gundelfingen verlässt man nun die Idylle und fährt zwischen Gundelfingen und Lauingen noch etwas Straße. Aber das muss halt auch mal sein.

Brenz Brenzmündung Lauingen in die Donau - Brenztalradweg Donauradweg
Hier mündet die Brenz in die Donau. Auf dem Bild sieht man die Brenz in Lauingen.

3. Teil: Noch ein Stück Donauradweg, das ich schon kannte: Von Lauingen nach Tapfheim

Nun war ich also wieder auf dem Donauradweg und diesen Abschnitt kannte ich einfach schon. Dennoch ist es immer schön und nie langweilig, so einen tollen Radweg wie den Donauradweg in Abschnitten 2x zu fahren.

Auf Lauingen folgt dann Dillingen mit seiner schönen Altstadt und ihren schönen kirchlichen Bauten. Dillingen hatte mal eine Universität, die heute eine theologische Hochschule ist.

Nach Dillingen kommt man dann auch richtig in die Natur und fährt zeitenweise echt lange am Fluss entlang. Richtig schön! Gerade bei diesem sehr guten Wetter.

Es folgt nun noch Höchstädt und Blindheim, wo man sich wieder etwas weiter entfernt von der Donau befindet.

Donau zwischen Dillingen und Höchstädt - Donauradweg
Donau zwischen Dillingen und Höchstädt.

Bei Gremheim überquert man dann die Donau und hat einen tollen Blick auf sie. Tapfheim wäre auch noch auf der linken Donauseite, aber man befindet sich nun auf der rechten Seite.

Damit befindet man sich aber später dennoch auf der Gemarkung Tapfheims. Erst kurz vor Donauwörth kommt man wieder auf die linke Seite.

Nachdem man nach Gremheim die Donau überquert hat, überschneidet man sich sogar nochmals mit dem Donautälerradweg. Zwar nur ein kurzes Stück aber immerhin. Der Donautäler überquert hier die Donau und kommt von Schwenningen und führt nach Wertingen.

und man fährt über einen schönen Asphaltweg bis nach Tapfheim. Wobei man hier nicht direkt in Tapfheim ist, sondern nur auf der Gemarkung Tapfheims.

Tapfheim ist nur 10 Kilometer von Donauwörth weg. Diese 10 Kilometer würde ich dann am nächsten Morgen dann fahren, um mit dem Zug von Donauwörth ins Berchtesgadner Land zu fahren.

Aber ich kann schon sagen: Die heutige Kombination aus Donautäler, Brenztalradweg und Donauradweg war echt landschaftlich echt richtig gut. Bergiges und Flaches hielten sich am Ende die Waage. Beides hatte ich erleben dürfen an diesem sonnigen Tag.

Donautal Tapfheim Donauradweg Mertingen Donautälerradweg
So weit sieht man hier im Donautal bei Tapfheim. Die Kirche gehört aber, glaube ich, zu Mertingen.

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