Allerradweg von Schwarmstedt nach Verden (mit Verfahren)

Diese Radtour habe ich auch 2020 gemacht vor meiner Weserradweg-Tour. Ich habe ganz vergessen darüber zu schreiben, aber diese Tour habe ich eben auch im Coronajahr gemacht. Ich bin nur ein kleines Stück Allerradweg gefahren: ca. 55 Kilometer von Schwarmstedt nach Verden.

Am Ende des Radwegs hat es zudem auch heftig geregnet und es war dunkel, so dass ich nicht mehr viel zum Fotografieren kam. Den ganzen Tag war es etwas trüb.

Dennoch hatte ich eine schöne, gemütliche Tour, die mich die Weiten dieses Radwegs genießen ließ. Irgendwann werde ich den Allerradweg einmal komplett fahren. Zumindest das letzte Stück habe ich schon ausprobiert. Der Allerradweg ist übrigens um die 330 Kilometer lang.

Schwarmstedt - Bahnhof - Allerradweg.
Der Bahnhof von Schwarmstedt ist auch aus Ziegelsteinen. Wie viele Häuser hier.

Das Ende am Allerradweg von Schwarmstedt nach Verden

Von Schwarmstedt nach Rethem

Via Hannover bin ich mit der Bahn nach Schwarmstedt gekommen. Von der Messestadt ist es nur eine halbe Stunde in den beschaulichen Ort. Vom Bahnhof aus ist es nicht sehr weit zum Einstieg des Radwegs. Leider verfuhr ich mich erst und musste dann zurückfahren.

Dass ich mich am Anfang verfahren hatte, war aber wiederum falsch. Also ich hatte mich quasi doppelt verfahren. Ich fuhr erst in die richtige Richtung, dachte ich hätte mich verfahren, um dann in die falsche Richtung weiterzufahren. Erst nach fünf Kilometern merkte ich meinen Faux-Pas.

Da war ich dann schon in Buchholz an der Aller und musste die fünf Kilometer nach Schwarmstedt wieder zurückfahren. Denn ich wollte am Abend auf jeden Fall in Verden sein, um von dort am nächsten Morgen den Weserradweg zu starten.

Buchholz an der Aller - Ortsschild am Allerradweg.
Hier wollte ich eigentlich gar nicht hin, ich bin einfach mal in die falsche Richtung gefahren! Egal. In Bucholz merkte ich das und drehte um.

Egal. Dann fuhr ich halt nochmal zurück! Dann hatte ich diesen schönen und weitestgehend ruhigen Teil des Radwegs auch schon kennengelernt.

Hinter Schwarmstedt folgt dann Bothmer und über grüne Wiesen oder auf eigenen Radwegen entlang der Straße geht es weiter. Auch Windmühlen konnte man hier erblicken, was dem ganzen schon ein nordisches Flair gab. Ich mag Windmühlen!

Viele Klinkerbauten gibt es hier in der Gegend. Fast überall finden sich diese Häuser mit den roten Ziegelsteinen. Große Bauernhäuser sind das auf dem Land dazu.

Windmühle bei Bothmer, was zu Schwarmstedt gehört. An der Aller.
Schöne alte Windmühle in der Nähe der Aller bei Bothmer.

Nachdem man in Bothmer übrigens noch den Fluss Leine gesehen hat und gar nicht die Aller, ist man jetzt bis Ahlden wieder ein Stück vom Fluss weg. In Ahlden ist man von Schwarmstedt schon um die 13 Kilometer weg und hat vom Fluss eher wenig gesehen.

Dennoch ist der Radweg schön. Durch quasi natürliche Baum-Alleen, die hier auf dem eher landwirtschaftlich genutzem Gebiet noch stehen geblieben sind, fährt man auf Schotterweg durch die Landschaft, was Spaß macht!

Erst kurz vor dem kleinen Örtchen Bosse sieht man die Aller wieder. Hier war gerade eine Kuh dabei Wasser aus dem Fluss zu trinken. Ein idyllischer Anblick.

Windmühle bei Rethem an der Aller am Allerradweg. Mit Gravelbike.
Gleich noch eine Windmühle! Diese steht in Rethem. Davor mein Bike, mein Gravelbike.

Von Rethem nach Verden an der Aller

Frankenfeld und Rethem liegen auch noch näher an der Aller. In letzterem verfuhr ich mich allerdings ein bisschen. Hier war mir die Beschilderung erst nicht klar.

Über etwas Kopfsteinpflaster fährt man aus dem größeren Ort Rethem wieder hinaus, um bald schon wieder durch enge Schotterwege zu einer weiteren Baumallee zu gelangen.

Kurios war dann das Schafstallviertel in Hülsen, was wohl extra wieder hergerichtet worden war. Der älteste dieser Ställe ist unfassbare 300 Jahre alt. Der Platz davor wurde gemeinschaftlich genutzt und die Schäfer waren genossenschaftlich organisiert. Heute stehen die Schafställe unte Denkmalschutz. Hoffen wir, dass sie noch lange stehen!

Schafställe in Hülsen an der Aller - Allerradweg.
Schafställe unter Denkmalschutz in Hülsen.

Zwischen Hülsen und dem nächsten Ort Westen fing es an zu regnen. Es waren noch ungefähr 17 Kilometer, die ich vor mir hatte und praktisch komplett im Regen fuhr.

In Westen standen wieder diese vielen Klinkerbauten, dann ging es ab durch den Regen entlang der Straße für mich weiter. Ich folgte jetzt einfach nur noch dem Radweg an der Straße und es wurde dunkler und dunkler.

Ich finde, wenn es regnet, schaffen es die Wolken den Tag immer schon etwas früher zu beenden. Problematisch war, dass mein Licht nicht funktionierte. Aber ich hatte Ersatz. Leider konnte ich das Ansteck-Licht nicht so gut an meinen Lenker anstecken, so dass ich es halten musste. Ein zusätzliches Problem!

Westen an der Aller mit Klinkerbauen - am Radweg der Aller.
Trübes und regnerisches Wetter in Westen an der Aller.

Jedenfalls war ich froh als ich im Dunkeln schließlich in Verden (Aller) angekommen war. Der Regen ließ sogar jetzt nochmal nach.

Im Hotel war sogar ziemlich viel los. Ich war nicht der einzige Fahrradtourist hier. Morgen würden wohl einige hier den Weserradweg genießen wollen!

Jedenfalls ist der Allerradweg viel ruhiger als der Weserradweg, hier ist viel weniger los. Allerdings könnte der Routenverlauf etwas flussnäher sein. Dafür hat man aber viel Grün. Trotz der vielen Landwirtschaft gibt es schöne kleine Waldstücke, die man genießen kann!

Kirche in Verden an der Aller - schönes Wetter am Allerradweg & Weserradweg.
Am nächsten Morgen war wieder wunderschönes Wetter nach dem Regenguss vom Vortag.

Schreibe einen Kommentar