Südschwarzwaldradweg – 2. Etappe – Von Albbruck nach Weil am Rhein

Nachdem die 1. Etappe von Freiburg nach Albbruck im Dunkeln geendet hatte, war es heute auf dem Südschwarzwaldradweg wieder sehr neblig.

Ich hatte direkt am Bahnhof von Albbruck übernachtet und meine Fahrt würde jetzt gleich am Rhein weitergehen.

Es war heute trüb und es kündigte sich auch der ein oder andere Nieselregen an. Allerdings wurde es mit der Zeit immer schöner. Als ich dann in Basel war, war es wirklich supersonniges Wetter.

Diese Rheinstrecke bin ich ja schon einmal so gefahren, allerdings war ich da auf der Schweizer Seite. Dieses Mal – und das war recht interessant – würde es eben die deutsche Seite sein. So habe ich von beiden Seiten nun einen kleinen Erfahrungsbericht.

Auch heute wollte ich wieder um die 130 Kilometer von Albbruck über Basel nach Freiburg fahren. Allerdings war ich einfach zu kaputt heute und beendete die Etappe dann in Weil am Rhein. Man kann halt nicht alles schaffen und für diesen Rundweg (Südschwarzwaldradweg) sollte man sich halt 3 Tage Zeit lassen. Gibt viel zu sehen – und er ist unglaublich abwechslungsreich.

Albbruck Bahnhof - Bahnhöfle - Rhein - Rheinradweg - Südschwarzwalradweg
Mein Übernachtungsort in Albbruck direkt am Bahnhof. Ich war so kaputt und schlief so tief, dass ich von Zügen nix hörte.

Von Albbruck nach Rheinfelden – Meist direkt am Rhein

Vom Bahnhof Albbrucks aus fährt man erstmal durch das kleine unscheinbare Dorf und darf dann den Berg hinunter, um wieder zum Rhein zu gelangen.

So im Nebel sah der Rhein so richtig beeindruckend aus. Ein schöner Anblick trotz oder vielleicht auch wegen der morgendlichen Kälte.

Der nächste Ort ist dann Laufenburg (Baden). Es gibt nämlich auch ein Schweizerisches Laufenburg. Durch dieses bin ich – wie gesagt – letztes Jahr gefahren, als ich den Rheinradweg gefahren bin.

Albbruck ist direkt angeschlossen an den Ort Hauenstein, der zu Laufenburg gehört. Es folgt Luttingen – und schon ist man in Laufenburg selbst.

Der Weg führt hier hauptsächlich über wenig befahrene Straßen. Man ist praktisch immer in Wohngebieten oder im Stadtgebiet.

Laufenburg ist recht schön, sieht zumindest super aus so am nebligem Rhein. Hier holte ich mir mein Frühstück von einem dortigen Bäcker.

Nach Laufenburg folgt Murg und erst dann ist man auf einem engen asphaltierten Weg bis nach Bad Säckingen.

Man besucht nun schließlich die Innenstadt Bad Säckingens, in der es viel Platz gibt und die ein schönes Münster hat.

Bad Säckingen ist ein Kurort. D.h. es gibt dort auch eine Mineralquelle und auch gar eine Therme.

Münster Bad Säckingen - St. Fridolinsmünster - Südschwarzwaldradweg - Rheinradweg
Das St. Fridolinsmünster in Bad Säckingen. Hier fährt man unmittelbar mit dem Rad vorbei.

Nach Bad Säckingen fährt man nun unmittelbar entlang des Rheins auf einem Schotterweg weiter. Erst in Schwörstadt ist dieser Schotterweg endlich vorbei und man gelangt wieder auf Asphalt.

Nichts gegen einen Schotterweg, aber ein Radweg mit grobem Schotter verlangsamt einen halt doch und ich wollte unbedingt schnell vorankommen.

Nach Schwörstadt fährt man nun über einen Feldweg bis an den Anfang von Rheinfelden, der Beuggen heißt.

Dort ist das lustige, dass man direkt durch einen Torbogen durchfährt, um in das Schloss zu gelangen.

Das Schloss nennt sich auch einfach Schloss Beuggen. Hier werden heutzutage Hochzeiten gefeiert und es befindet sich direkt unmittelbar am Rhein, was ihm natürlich eine besondere Romantik verleiht.

Schloss Beuggen - Rheinfelden - Torbogen - Südschwarzwaldradweg - Rheinradweg
Das Schloss Beuggen kurz vor Rheinfelden. Man fährt hier direkt durch den Torbogen. Sehr lustig!

Das Wetter übrigens war jetzt aufgeklart und in Rheinfelden schließlich war es nun richtig schön. Der Nebel hatte sich weitgehend verzogen.

Wenn man nach Rheinfelden (Baden) einfährt, dann befindet man sich kurz auf einer Anhöhe und kann von dort aus auf die schweizerische Seite von Rheinfelden blicken.

Hier waren jetzt viele Spaziergänger unterwegs. Die Leute kamen aus ihren Löchern!

Anschließend geht es wieder bergab und man befindet sich unmittelbar vor der Brücke Rheinfeldens, die nun in die Schweiz führt.

Rheinfelden Schweiz von Rheinfelden Baden aus gesehen - Südschwarzwaldradweg
Das schweizerische Rheinfelden vom badischen Rheinfelden aus gesehn. Wunderschön sieht das so aus.

Vorläufiges Ende meines Erfahrungsberichts über den Südschwarzwaldradweg: Von Rheinfelden über Basel nach Weil am Rhein

Nach dem badischen Rheinfelden fährt man also über die Brücke ins schweizerische Rheinfelden. Das interessante ist, dass ich jetzt nach 3 Jahren intensivem Radfahren jedes Mal zumindest 1x in Rheinfelden war.

Das erste Mal (2016) war das mein Grenzübergang in die Schweiz (ich bin damals von Rheinfelden bis nach Bern gefahren). Das zweite Mal (2017) fuhr ich den Rheinradweg auf Schweizer Seite und bin dann über die Brücke nach Deutschland gewechselt.

Und das dritte Mal war eben jetzt (2018). Ich fuhr wieder von Deutschland in die Schweiz, dann aber gleich rechts hoch – ohne links in die Altstadt des schweizerischen Rheinfelden zu gelangen.

Wegweiser für Fahrräder Rheinfelden Schweiz - In Richtung Basel - Südschwarzwaldradweg
Wegweiser in Rheinfelden (CH). Nach links geht es dann auf dem Südschwarzwaldradweg nach Basel.

Der Radweg war jetzt auch wieder gut ausgeschildert. Basel war jetzt natürlich das Ziel. Allerdings fährt man hier durch Basler Vororte, so dass trotz guter Ausschilderung es nicht immer so schnell voran ging.

Es folgt als erstes Kaiseraugst und schließlich der Römerort Augst.

Dieser nächste Ort Augst war nun richtig spannend. Hier gibt es nicht nur ein Römermuseum, der ganze Ort ist praktisch ein einziges Römermuseum. Das hatte ich gar nicht erwartet, was aber auch daran liegt, dass ich mich in der Gegend (bis auf die Rheinfelder Brücke!) gar nicht auskenne.

Ich besuchte für ein paar Minuten ein Amphitheater. Das ist wohl der beeindruckendste Teil der dortigen Ausgrabungen. Aber er ist nicht der einzige!

Es gibt dort z.B. noch einen römischen Backofen, den man bewundern kann oder einen Geschichtspfad. Der Ort ist ein einfach ein richtig spannender Römerort für den germanischen/allemanischen Raum jenseits der Alpen.

Hier in Augst hätte ich tatsächlich ein paar Stunden verbringen können, aber ich wollte ja eigentlich ganz schnell nach Basel.

Amphitheater Augst Schweiz - Augusta Raurica - Südschwarzwaldradweg
Das Amphitheater in Augst. Das ist nicht weit von Basel entfernt. Die römische Siedlung nennt man Augusta Raurica.

Nach Augst kommt man noch durch Pratteln, was wirklich nicht weit weg liegt. Sehenswürdigkeit ist dort das Schloss Pratteln, an dem man unmittelbar vorbeikommt, wenn man durch den Ort fährt.

Entlang von Bahnschienen kommt man nun nach Muttenz, auch ein kleiner Ort, der noch zum Kanton Basel-Landschaft gehört. Dies ist der letzte Ort

Teilweise ist es hier noch recht ländlich, aber bald fährt man eben doch direkt in der Nähe von einer Autobahn. Man spürt: Jetzt kommt bald der städtische Bereich.

Denn man fährt nun in die Stadt ein und kommt an einem sehr großen Sportpark (Sportanlage St. Jakob) vorbei. Dieser führt direkt auf das Basler Stadion.

Das ist das Stadion des FC Basel. Ich dachte, ich sähe hier ständig Trikots des FC Barcelona. Aber das war eben falsch. FCB kann eben auch FC Basel heißen.

Es war dort ziemlich viel los vor dem Stadion. Vielleicht war gerade dort ein Spiel.

Man fährt am Stadion rechts vorbei und es geht dann lange und geradeaus auf den Rhein zu. Allerdings war das nicht besonders toll zu fahren, weil hier richtig viel Verkehr war.

Das einzige, was jetzt richtig gut war, das war das Wetter. Die Sonne war richtig herausgekommen.

Etwas schade ist das hier. Denn man fährt direkt am Fluss Birs entlang, der eigentlich eine gewisse Idylle in dieser Stadt bietet. Aber es gibt keinen Fahrradweg entlang der Birs, sondern nur einen Fußgängerweg.

Deshalb muss man sich hier etwas durchkämpfen. Die Birs ist ein Zubringer des Rheins und dort landet man auch endlich und hat einen unendlichen, beindruckenden und weiten Blick auf die Stadt Basel, die sich ja über beide Rheinufer erstreckt.

Rhein - Basler Münster - Riesenrad - Basel am Rhein - Rheinradweg - Südschwarzwaldradweg
Basel am Rhein. Hinten sieht man die Kirchtürme des Basler Münsters.

Man fährt dann direkt am Ufer entlang und kann diesen Blick noch eine Weile genießen. Nun aber geht es links aufwärts und man fährt in die Innenstadt. D.h. es geht direkt auf die Kirche zu.

Lustigerweise war hier auch ein Riesenrad mitten auf dem Marktplatz. Verrückt! Wie die Schweizer dieses dort nur hingebracht haben?

Man kann dann über den Kirchplatz oder Marktplatz fahren und fährt durch die engen und sehr belebten Gassen an diesem sonnigen Herbsttag.

Basler Münster mit Fahrrad - Basel am Rhein - Rheinradweg - Südschwarzwaldradweg
Basler Münster mit Fahrrad. Das ist die Innenstadt Basels.

Es geht dann wieder bergab und man fährt weiter über Radstreifen in der Stadt. Das nächste Ziel ist es dann aus der Schweiz und Basel wieder hinauszukommen und bis nach Huningue nach Frankreich zu gelangen.

Der Radweg ist hier sehr gut ausgeschildert. Ich hatte nur einmal ein Schild misinterpretiert. Nicht weit nachdem Ausgang aus der Stadt muss man nämlich leicht link und nicht komplett links fahren.

Man wird direkt zur schweizerisch-französischen Grenze geführt und kann dann nach Huningue fahren. Huningue ist ein kleiner Ort. Man wird erst mit etwas Industrie begrüßt, aber bald soll es wieder mit Rheinblick und so richtig toll werden.

Das schöne in Huningue ist, dass auch dieser Ort das Südschwarzwaldradweg-Logo kennt. Das ist sehr schön. Oft werden touristische Radwege in einem Land im anderen nicht fortgesetzt. Hier wurde ganze radtouristische Arbeit geleistet.

Huningue ist ein kleiner Ort. Deshalb sieht man eigentlich nicht so richtig viel außer den Rhein. Der Radweg führt direkt auf die Dreiländerbrücke. Auf französisch heißt sie ja Passerelle des Trois Pays.

Dreiländerbrücke - Passerelle des Trois Pays - Huningue - Weil am Rhein - Rheinradweg - Südschwarzwalradweg
Passerelle des Trois Pays oder die Dreiländerbrücke von Huningue (Frankreich) aus gesehen.

Über diese fährt man schließlich und befindet sich nun in Weil am Rhein. Man ist wieder in Deutschland. Ich entschied mich hier meine kurze Radreise zu beenden und wieder nach Tübingen zurückzufahren.

Leider, aber es ging körperlich nicht anders. Ansonsten wäre ich noch ca. 70 Kilometer am Rhein entlang gefahren und dann nach rechts wieder nach Freiburg abgebogen. Dann hätte ich den kompletten Südschwarzwaldradweg geschafft.

Aber auch so war das ganze ok für mich. Denn die Strecke Weil am Rhein-Neuenburg am Rhein kenne ich schon. Nur den Teil, den man nach Freiburg im Breisgau fahren muss, der ist mir noch unbekannt.

Aber das nächste Mal nehme ich mir einfach 3 Tage für diese unglaublich spannende und abwechslungsreiche Radstrecke vor. Ich mag sie wirklich supergern. Prädikat: Lieblingsradtour!

 

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