Isarradweg 3. Etappe – Meine längste Etappe an der Isar entlang – München – Freising – Landshut – Dingolfing

Diese Etappe sollte es in sich haben. Insgesamt 110 Kilometer heute. Das war zumindest die längste Etappe meiner insgesamt 4 Etappen an der Isar entlang.

Im Endeffekt war es am Ende doch nicht so schlimm. Dadurch, dass ich rechtzeitig losgefahren bin.

Die erste meiner Etappen war übrigens von Mittenwald über Scharnitz wieder zurück nach Mittenwald nach Bad Tölz. Die zweite von Bad Tölz bis hier nach München. Nun also die dritte Etappe an der Isar entlang.

Zuerstmal fuhr ich vom Bus-Bahnhof an der Hackerbrücke noch durch die Innenstadt. Dort hatte ich noch eine sehr wichtige Person in meinem Leben zum Bus gebracht. Anschließend ging es durch die Innenstadt bis eben wieder zum Deutschen Museum. Das war mein gestriger Zielpunkt.

Dort dann würde ich gleich starten und mich nach Freising aufmachen. Die anderen wichtigen Städte der heutigen Etappe waren Moosburg an der Isar, Landshut und schließlich Dingolfing. Wörth an der Isar liegt auf der anderen Seite der Isar, so dass man hier nicht durchkommt.

München Rathaus - Am Isarradweg
Das Rathaus in München am Marienplatz.

An der Isar entlang von München über Freising nach Landshut

Wenn man am Deutschen Museum ist, hat man eigentlich mehr als die Hälfte Münchens schon hinter sich. Es wird jetzt ruhiger und man fähr auf einer gefühlten Halbinsel zwischen Isar und Isarkanal.

Es regnete heute wieder etwas am Anfang der Etappe, so dass ich schnell Kilometer machen wollte. Interessanterweise macht Regen mich schneller. Einfach weil ich nicht sooft zum Fotografieren stehen bleibe.

Der Weg ab München bis Freising ist allerdings auch wenig abwechslungsreich. 35 Kilometer ca., die man vor allem über Schotterwege unmittelbar an der Isar entlang fährt.




Flach ist es hier, aber man sieht eben oft nur das Gleiche. Ich habe sehr viel Stoff gegeben, um entsprechend voranzukommen.

Kurz vor Freising war der Weg allerdings sehr holprig. Irgendwie war mein Eindruck, dass der Radweg hier noch „nicht gemacht“ war. Die Radtoursaison hatte halt noch nicht angefangen und ich hoffe, dass die Wegemacher da nochmal drübergehen.

Jedenfalls wurde man dann von einem schönen Anblick belohnt. Freising sieht von Weitem super aus. Man blickt hier auf den Freisinger Dom.

Man fährt dann ein Stück weiter und kommt an einer Brücke mit zwei Bischöfen vorbei. Die Stadt ist sehr katholisch. Hier ist auch Sitz des gemeinsamen Erzbistums mit München.

Freising - Blick auf den Freisinger Dom - An der Isar entlang - Radtour
Blick auf den Freisinger Dom in Freising. Direkt vom Isarradweg aus gesehen.

Nach Freising wird es schließlich wunderschön. Erstens war das Wetter bessser. Zweitens kommt man in ein weitgehend naturbelassenes Gebiet.

Dafür sorgt auch der Fluss Moosach, der direkt neben der Isar fließt. Isarauen nennt man das dortige Gebiet auch.

Man sieht hier Schwäne, Kiesablagerungen auf der Isar und Naturholz. Beeindruckt hat mich ein vollständig umgestürzter Baum, der halb ins Wasser gefallen war. Am Uferhang befinden sich einige Bäume. Doch es sieht so aus, dass dieser Hang regelmäßig abgetragen wird und somit die Bäume in die Isar stürzen.

Dass das so natürlich belassen wird, ist nicht überall an der Isar der Fall. Hier ist es so, so dass der urtümliche Charakter des Flusses sehr gut zum Vorschein kommt.

Wächter der Landwirtschaft - An der Isar entlang - Isarradweg
Diese Wächter der Landwirtschaft stehen hinter Freising hier am der Isar. Sie stehen dafür, dass man die Isar in Kooperation mit der Landwirtschaft renaturiert. Naturschutz wieder wichtiger werden zu lassen, zusammen mit den Bauern, darum geht es. So verstehe ich diese Wächter zumindest.

Schön sind auch diese Wächter der Landwirtschaft, die für Naturschutz stehen. Es geht hier auch um die Renaturierung der Isar. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.

Schließlich kam ich durch den Regen nach Moosburg an der Isar. Hier kommt man zuerst an einem kleinen Flugplatz vorbei. Sehr spannend. Ein Flugzeug stand dort auch abflugbereit.

Man fährt durch Teile der Stadt, überquert am Ende eine Brücke und befindet sich wieder rechts der Isar auf einem Kiesweg.

Allerdings verlässt man nun die unmittelbare Isar und fährt ein Stück weit am Isarkanal entlang. Der hatte auch einiges Wunderschönes zu bieten.

Zumal es jetzt stürmte und in den Stauseen sich richtige Wellen anbahnten. Das sah wirklich richtig toll aus. Die Sonne war zwar da, verschwand aber immer wieder unter Wolken.

Es war ohnehin ein sehr wechselhaftes Wetter heute, was sich eben auch am Isarkanal spiegelte.

In diesem Abschnitt muss man gut auf die Wegweiser achten, da man mal hier und dorthin hinwechselt.

In Eching (zwischen Weixerau und Landshut) ist ein Stausee. Dort befindet sich unmittelbar am Ufer eine Kirche. Es sah von Weitem fast so aus, als ob sich die Kirche im Wasser befinden würde.

Nach Eching ist dann das Naturschauspiel etwas vorbei und man fährt unmittelbar neben der Straße nach Landshut hinein. Diese Straße führt direkt an der Isar entlang.

 

Die letzten 30 Kilometer von Landshut nach Dingolfing

Landshut hat mich überrascht. Die Stadt sieht beeindruckend aus. Am Rande des Isarufers nur vollkommen tolle Gebäude. Es lohnt sich hier langsam und gemütlich an der Isar entlang zu fahren, um die Stadt zu genießen.

Ein großes Theater befindet sich auch dort. Auf der rechten Seite der Isar. Nachdem man ortseingangs noch auf der rechten Seite ist, wechselt man über eine Isarbrücke auf die linke. Wenn man innerhalb Landshuts nun auf die rechte Seite blickt, so sieht man irgendwann ein schönes Theater vorbeiziehen.

Die Stadt hat eben ihren vorindustriellen Charakter weitgehend erhalten können, was in dieser Form selten ist in Deutschland. Denn viele Städte wurden ja spätestens im 2. Weltkrieg oder durch die Bauwut der Nachkriegszeit verändert.

Nicht so Landshut. Es gibt hier wohl auch einige Baudenkmäler – wie ich dann später nachlesen konnte. Wie zum Beispiel die Burg Trausnitz, die man von Weitem sieht, wenn man in die Stadt fährt (auf der linken Seite im Bild).

Landshut in Bayern - an der Isar entlang
Das schöne Landshut mit Blick auf die Isar und auch ein erstaunliches Wetter. Gleich würde es hageln. Anschließend wieder Sonne etc.

Ich verbrachte viel Zeit mit Fotografieren, da das Wetter gerade sehr gut war. Die Sonne schien durch.

Doch plötzlich fing es gar heftig an zu regnen. Ein kleiner Sturm hatte das schon angekündigt. Doch auf den Regen folgte eben auch ein heftiger, aber kurzer Hagel. Ich stellte mich schnell unter. Gott sei Dank war der Hagel jedoch schnell vorbei. Ich konnte weiterfahren.

Es war zwar jetzt wieder regnerisch, aber egal. Nur noch 32 Kilometer waren es nun bis nach Dingolfing. Das würde ich noch schaffen wollen. Dort war dann auch meine Unterkunft für diese Nacht.

Als nächste “Sehenswürdigkeit” auf dem Weg findet man dann das Kernkraftwerk Isar. Dieses befindet sich auf der linken Seite der Isar, während der offizielle Weg hier auf der rechten entlang führt.

Man sieht es schon einige Kilometer zuvor. Beeindruckend ragt es aus der Landschaft. Übrigens ist ein Reaktor (der ist nicht so gut sichtbar) gar nicht mehr aktiv. Im Zuge des Atomkraftausstieges der Bundesregierung wurde er abgeschaltet.

Der zweite jedoch läuft noch, wie man hier auf dem Bild sieht. 2022 soll er allerdings auch abgeschaltet werden. Noch 4 Jahre – und ich bin hier nochmal Zeuge gewesen wie der Reaktor noch läuft. Verstrahlt wurde ich jedoch nicht! Allerdings wird der Rückbau wahrscheinlich Jahrzehnte dauern.

Kernkfraftwerk Isar Essenbach Niederaichbach - Mit dem Fahrrad an der Isar entlang
Das Kernkfraftwerk Isar auf der Gemarkung von Essenbach.

Die Radwege ab Landshut allerdings waren – wie ich fand – schon sehr anstrengend. Sie waren zwar im Prinzip flach, aber eben doch sehr mit grobkörnigem Schotter überzogen. Es gab auch Schilder, dass es eben Hochwasserschäden gäbe.

Ich schätze mal das wird nicht immer so sein, dass diese Wege so sind. Aber ich musste da jetzt durch. Erst zwischen Niederaichbach und Niederviehbach wurde es dann schließlich einfacher. Zwar war dort der Weg auch geschottert, aber eben feinkörniger. Da konnte man dann richtig Stoff geben. Das war schön nach diesen anstrengenden Wegen.

Nachdem das Wetter zuerst noch gut war, fing es bald wieder richtig an zu stürmen und auch zu regnen. Die Isar befand sich wieder richtig im Aufwall.

Doch auch das ließ wieder nach. Das Wetter war einfach bekloppt heute. Zwischen 18 und 19 Uhr kam die Sonne wieder heraus. So um 19 Uhr war ich in Dingolfing.

Der letzte Abschnitt an der Isar entlang war dann richtig gut asphaltiert mit etwas Kies. Da ging es schnell voran.

Ich war am Ende in der schönen und bunten Altstadt von Dingolfing. Dafür muss man vom offiziellen Radweg abfahren. Aber ich wollte hier ja auch übernachten. In der Altstadt aß ich nun was beim Asiaten. Morgen würde ich dann von Dingolfing über Landau an die Isarmündung bei Deggendorf fahren.

Dingolfing - bunt - Innenstadt mit meinem Fahrrad - an der Isar entlang
Das ist Dingolfing, das irgendwie schön bunt aussieht. Am Abend kam ich dort an. Es war nun wieder gutes Wetter. Ich aß etwas dort. Anschließend regnete es allerdings gleich wieder. Verrücktes Wetter!

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