Bajuwarentour 2. Etappe: Von Mattsee nach Waging am See – Durch den Regen!

Meine Übernachtung war nach der ersten Etappe in Mattsee-Guggenberg. Dies sollte meine 2. Etappe auf meiner Bajuwarentour werden. Ich würde hier von Mattsee wieder zurück nach Waging am See fahren. Dafür hatte ich aber noch 70 Kilometer vor mir.

Mittags wollte ich dann den Zug bekommen, um wieder zurück nach Tübingen zu fahren. Ich hatte also in der Zeit schon noch etwas vor.

Heute war das Wetter so richtig regnerisch. Das was gestern noch in den Wolken hing, kam jetzt hinunter. Ich hatte also nicht nur eine anstregende Etappe vor mir, sondern so eine richtige Regen-Herbst-Etappe.

Ich fuhr nochmal zu den drei Seen zurück, dem Mattsee, dem Obertrumer See und dem Grabensee. Zwischen letzteren beiden ist dann eine Straße, die nach Fraham führt. Von dort kommt man wieder nach Perwang am Grabensee.

Ich wollte eben noch diese Seen –  zumindest von Weitem – nochmal sehen dürfen. Doch das trübe Wetter trübte mir etwas die Sicht. Ab Perwang ging die Etappe für mich dann so richtig los.

Perwang am Grabensee - Bajuwarenradtour
Perwang am Grabensee jetzt am Tag. Am Vortag war ich nachts angekommen.

Start im Regen: Von Perwang am Grabensee nach Tittmoning

Von Perwang am Grabensee ging es wieder über eine ähnliche Landschaft wie gestern in Bayern weiter. Sehr weite Ackerfelder, die aber nicht langweilig waren, sondern einem den Blick auf eine weite Landschaft öffneten.

Nun ging es in Richtung Sauldorf über Heming und Bergham. Aber es sollte eben nicht nach Sauldorf gehen. Hier hatte ich ein Schild übersehen und verfuhr mich kurz. Der nächste richtige kleine Ort ist Gopperding.

Allerdings sind das hier wirklich kleine Dörfer. Österreich ist von der Bevölkerungsstruktur her tendenziell noch kleinteiliger als Bayern.

Etwas größer sind dann Rudersberg und Michaelbeuern, was in Dorfbeuern übergeht. Michaelbeuern zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Kloster hat. Hier hat man endlich mal neben dem ganzen ländlichen und hügeligen Radfahren eine Sehenswürdigkeit.

Kloster Michaelbeuern - Bajuwarenradweg
Das Kloster in Michaelbeuern. Sehr beeindruckend nach den ganzen Landschaftserlebnissen.

Das Kloster ist tatsächlich noch immer aktiv. Die Pfarreien aus dem Land Salzburg sind an das Kloster Michaelbeuern angeschlossen.

Von Michaelbeuern geht es einen kurzen aber doch ein bisschen heftigen Abschnitt herunter nach Weichsee. Etwas ausruhen kann man sich an dieser Stelle schon.

Nun ist man im Naturschutzgebiet. Durch den Wald fährt man erstmal geradeaus. Es folgt das Ibmer Moor. Dieses umfährt man, indem man kurz nach Hackenbuch nach rechts abbiegt und einen schnurrgeraden Weg vor sich hat.

Es geht auf sehr geraden Straße durch den Wald nach Ibm. Der Regen hatte sich jetzt übrigens etwas zurückgezogen. Die Wolken waren aber noch genauso dunkel wie vorher und es schien so, dass es an diesem Tag noch weiter regnen würde.

Hinter Ibm geht es nach nach links und man fährt nun einmal um den Ibmer See herum, den man auch den Heratinger See nennt. Hier scheint im Sommer ein Strandbad zu sein und es gibt hier wohl Freizeitmöglichkeiten. Wieder habe ich einen See besucht im seereichen Alpenland!

Ibmer Moor - Wald - Bajuwarentour
Hier ist das Ibmer Moor, der Radweg führt zum Ort Ibm (einmal nach rechts muss man fahren).

Schön ist, dass es jetzt durch ein Stück Wald geht. Erst später hat man wieder das typische Weide- und Ackerland auf der Bajuwarentour vor sich.

Es folgt jetzt lediglich noch Dorfibm, Franking und Holzöster bis man bis zum nächsten See – dem Holzöstersee – kommt. Der ist ein Moorsee, von dem man auf dem Radweg nicht viel sieht außer die Beschilderung.

Es folgen noch Neuhausen und Haigermoos. In Haigermoos fehlt wieder die Beschilderung. Nicht nach rechts fahren, ist ganz wichtig, sondern weiter geradeaus bis zur deutschen Grenze, die hier die Salzach markiert.

Kurz hinter Haigermoos hat man nun endlich eine Abfahrt zum Ausruhen vor sich. Es geht bis Ostermiething, wobei ich hier kurz die Kirche bewundern durfte.

Nach Ostermiething fährt man nun ein Stück an der Salzach entlang. Kerzengerade. Der Radweg ist hier voller Schotter und man hat einen schönen Blick auf die Salzach.

So darf man auf diesem anstrengenden, bergigen Radweg noch etwas Flussradweg fahren.

Über eine Salzachbrücke gelangt man nun wieder nach Deutschland. Der Ort heißt Tittmoning und hat eine schöne Altstadt!

Innenstadt von Tittmoning - Bajuwarenradweg
Die Innenstadt von Tittmoning – schön bunt und breit.

Meine Bajuwarentour geschafft! Von Tittmoning bis Waging am See

Von Tittmoning sind es noch um die 20 Kilometer zurück nach Waging am See. Das Ziel war nun nicht mehr weit entfernt – meine Bajuwarentour neigte sich dem Ende.

Auch Tittmoning hat eine sehr spannende Altstadt, durch die ein gerader Weg mit zwei Stadtoren führt. Wieder viele schöne bunte Häuser durfte ich erblicken.

Anschließend geht es erstmal nochmal bergauf durch den Wald und man hat eine sehr hügelige Landschaft vor sich. Über Wirtschafswege und wenig befahrene Straßen gelangt man nach Törring.

Von Tengling sieht man den Tachinger See erstmals. Dieser geht über in den Waginger See. Man könnte fast auch von einem zusammenhängenden See sprechen, aber die Seeteile haben unterschiedliche Namen.

Tachinger See - Waginger See - bei Taching am See
Hier sieht man auf den Tachinger See, der in den Waginger See hinein führt. Beim Ort Taching am See.

Doch eben erst im Ort Taching am See, der eben nach dem See benannt ist, blitzt erstmal der See hervor, der Waginger See. Von dort aus hat man noch drei Kilometer zu fahren.

Am See entlang geht es nun den Berg hinauf und man bekommt einen tollen Ausblick auf ihn. Im Sommer stelle ich mir das toll vor. Da wird hier richtig viel los sein. Schließlich kommt man noch am Dorf.. vorbei.

Am Ende geht es unter einem kleinen Tunnel hindurch, noch durch das Wohngebiet und man landet wieder exakt an dem Ort, an dem ich am Vortag startete. Das war der Campingplatz “Strandcamping am Waginger See”. Die Blätter waren hier noch ebenso herbstlich bunt wie am Vortag.

Superschön!

Nun musste ich lediglich wieder ins bunte Stadtzentrum von Waging am See und dann zum Bahnhof.

Dort erwartete mich wieder die schnuckelige Bahn, die mich nach Traunstein führen sollte. Der Fernverkehr machte dann den Rest, um mich nach Tübingen zu führen.

Die Bajuwarentour war für mich geschafft. Zwar hatte ich am ersten Tag meiner kurzen Reise eine kleine Abkürzung genommen und war nicht die vollen 126 Kilometer gefahren. Aber dennoch hatte ich einen tollen Einblick in dieses Grenzgebiet hier zwischen Deutschland und Österreich bekommen.

Die Landschaft ist hier sehr beeindruckend und hat ihre Abwechslungen! Den Bajuwarenradweg kann ich sehr empfehlen.

Waging am See - Campingplatz - Bajuwarentour
Das ist der Ausgangspunkt – im Campingplatz in Waging am See.

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