Wie viele Gänge braucht ein Citybike?

Citybikes sind für diejenigen geeignet, welche das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel in der Stadt benutzen möchten. Der sportliche Ehrgeiz steht hier nicht im Vordergrund.

Meist haben sie einen bequemen Sattel und sind stabil gebaut. Sie erlauben eine aufrechte und bequeme Sitzhaltung. Dadurch unterscheiden sie sich auch von den etwas sportlicheren Trekkingbikes.

Die Räder für die Stadt gibt es mit Ketten- oder mit Nabenschaltung. Beides kann Sinn machen. Die Kettenschaltung ist günstiger und bedeutet mehr Wartung. Bei der Nabenschaltung hat man wirklich wenig Wartung, aber sie kostet eben auch deutlich mehr.

Citybike
Citybike. Foto von Mac Adornado auf Unsplash.

Dazu hat die Kettenschaltung ein geringeres Gewicht, was aber bei der Fahrt in der Stadt normalerweise nicht so eine Rolle spielt.

Bei der Nabenschaltung hat man oft vorne und hinten nur ein Blatt. Dennoch gibt es hier Schaltungen mit bis zu 14 Gängen (z.B. die Rohloff-Schaltung, die aber gar nicht so günstig ist).

Wenn man nur in flachem Gebiet wohnt, genügen auch 3 Gänge für ein Fahrrad. In Deutschland bietet sich das vor allem im Norden oder an den Küsten an. Oder man holt sich ein 6-Gang-Fahrrad. So hat man mehr Differenzierung.

Es bietet sich hier auch ein klassisches Hollandrad an, das im Norden oft gefahren wird (vor allem in Dänemark und den Niederlanden).

Welche Kettenschaltung beim Citybike?

Lebt man in einer hügeligen Stadt wie Stuttgart oder im Süden von Bayern auf dem Land mit vielen Bergen, würde ich eine differenzierte Schaltung empfehlen. Bei den Citybikes werden dann häufig Kettenschaltungen mit 3-Fach-Kurbeln (3 Blätter an der Kurbel) vorne und hinten 8, 9, 10 oder 11 Zahnkränze verbaut. Somit kommt man auf 24–33 Gänge.

Doch es gibt auch Zweifach-Kurbeln, womit man zu 16-24-Gang-Schaltungen kommt. Hinten hat man dann auch eine höhere Differenzierung mit 6–8 Gängen wie beim einfachen 3-Gang-Rad oder 6-Gang-Rad.

Kettenschaltung: Vor- und Nachteile

Die Vorteile bei einer Kettenschaltung sind die überschaubare Technik, vertraute Wartung, kostengünstige und einfache Reparatur und durch den Tausch vom Zahnkranz oder Kurbel ist eine andere Übersetzung möglich.

Nachteil hierbei ist der Wartungsaufwand, da es durch den Einsatz von vielen offenliegenden und beweglichen Teilen mehr Wartung bedarf.

Außerdem ist das Schalten nur in Bewegung möglich, wer dies im Stand probiert, könnte sein Stadtfahrrad sogar beschädigen. Wer im Stand, an der Ampel beispielsweise schalten will, der wähle die Nabenschaltung.